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08.06.2013

Creative Senz 3D: Kinect-Konkurrenz von Intel

Intel hat auf der diesjährigen Computex eine 3D-Kamera vorgestellt, die noch im Juli erscheinen soll. Die gemeinsam mit Creative entwickelte Technologie wird in Zukunft auch in Intel-Ultrabooks verbaut werden. Die futurezone konnte den Kinect-Konkurrenten bereits ausprobieren.

Spätestens seit Kinect ist Gestensteuerung mehr als nur eine Spielerei. Mehr als 24 Millionen Geräte wurden bislang verkauft. Davon entfällt zwar der Großteil auf die Xbox-Version, doch auch die Kinect for Windows-Variante fand großen Anklang, vor allem unter Entwicklern. Nun hat Intel gemeinsam mit dem Hardware-Hersteller Creative einen Vorstoß gewagt und mit der Senz 3D eine eigene 3D-Kamera für den Massenmarkt vorgestellt. Die futurezone hatte auf der Computex Gelegenheit, die 3D-Kamera anzutesten.

Die Creative Senz 3D in Bildern

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Creative Senz 3D-Kamera

Creative Senz 3D-Kamera

Creative Senz 3D-Kamera

Creative Senz 3D-Kamera

Das Funktionsprinzip ist nahezu ident zu dem der Kinect. Der Benutzer muss mindestens 50 Zentimeter von der Kamera entfernt sein, Creative selbst empfiehlt jedoch rund einen Meter. Die Genauigkeit nimmt bei geringeren Distanzen rapide ab, wie sich auch im Test zeigte. Doch ist der Abstand gut, entfaltet die Senz 3D ihr volles Potential. Zu Test-Zwecken zeigte Creative ein kleines Mini-Spiel in Portal 2, bei dem die Portal Gun mit der Hand kontrolliert werden kann. Portal 2 wird auch als erstes PC-Spiel die Creative-Technologie unterstützen.

Dabei konnte man einen Würfel mit Hilfe der Portal Gun hochheben und musste diesen passend ausrichten, um einen Laser-Strahl umzulenken. Schießen konnte man, indem man die Hand zu einer Faust ballt, das Bewegen des Würfels sowie Zielen wurde durch das Bewegen der Hand durchgeführt. Dabei überraschte vor allem die Präzision. Scheinbar millimetergenau ließ sich der Würfel drehen oder positionieren. Zu Anfang sind die Bewegungen noch etwas unsicher, mit der Zeit ließ sich das Spiel allerdings ohne Probleme kontrollieren.

Intel liegt allerdings nicht nur an spielerischen Anwendungen, sondern vor allem an Business- und E-Health-Anwendungen. So demonstrierte Intel auf mehreren Keynotes eine Anwendung, die den Puls anhand der Kamera messen kann. Auch das sichere Login über Gesichtserkennung soll mit Hilfe der Kamera deutlich verbessert werden. Creative ist nicht das erste Unternehmen, das eine selbst entwickelte 3D-Kamera für den Massenmarkt abseits von Microsofts Kinect vorstellt. Asus bietet bereits seit mehreren Jahren mit der Xtion Pro eine ähnliche Kamera an, die für rund 150 Euro verkauft wird.

Fazit
Die 3D-Kamera ist mit Sicherheit keine Revolution, insbesondere da Microsoft diese Technologie mit Kinect bereits für den Massenmarkt tauglich gemacht hat, doch der Wunsch nach mehr Sensoren in Laptops dürfte richtungsweisend sein. Laut Intel gibt es bereits jetzt ein Modul, das in Laptops verbaut werden könnte, das die selben Funktionen wie die Creative-Kamera erfüllt. Einige Hersteller haben eine Vereinbarung mit Intel unterzeichnet, dass sie bis zur zweiten Jahreshälfte 2014 diese Module in ihren Laptops verbauen werden. Was die Entwickler bis dahin mit der Technologie machen werden, bleibt derzeit wohl noch der Fantasie überlassen. Die Creative Senz 3D soll ab Juli im Handel erhältlich sein, ein Preis ist noch nicht bekannt.

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