© Gregor Gruber

Smartphone-Test
01/01/2012

Das Hofer-Handy Huawei Sonic im Test

Smartphones müssen nicht teuer sein: Beim Lebensmittel-Discounter Hofer gibt es das Huawei Sonic mit Yesss!-SIM-Wertkarte um 119 Euro. Die futurezone hat getestet, was man um das Geld bekommt und auf was man bei dem Günstig-Android-Handy verzichten muss.

von Gregor Gruber

Das Huawei Sonic U8650 ist in den Farben Schwarz oder Weiß verfügbar. In Weiß sieht der Mix aus schwarzer Display-Umrandung, weißem Rand und chrom-farbener Zier-Rahmung nicht sehr harmonisch aus. Die Plastik-Rückseite ist leicht angeraut und die Kanten sind angenehm abgerundet, wodurch das Sonic gut in der Hand liegt.

Ein Knirschen und Knarren kommt im alltäglichen Gebrauch nicht vor. Hält man das Sonic aber mit zwei Händen im Querformat und drückt mit den Daumen gegen die Unterseite, biegt sich das gesamte Handy etwas durch. Im Normalfall macht man das natürlich nicht, allerdings lässt diese ungewollte Flexibilität nicht auf eine besonders hohe Stabilität schließen.

resize2.jpg

resize3.jpg

resize1.jpg

resize4.jpg

resize5.jpg

Display
Das Display hat 3,5 Zoll und eine Auflösung von 480x320 Pixel. Zwischen Display und Glas ist relativ viel Abstand, was nicht gut aussieht. Das Glas ist zudem nicht ganz glatt – so sieht man nicht nur, dass es sich um ein preisgünstiges Modell handelt, man spürt es auch. Die automatische Helligkeitseinstellung ist meist zu dunkel.

Die Auflösung reicht für die meisten Apps aus und auch beim Surfen auf Websites, die für eine mobile Darstellung angepasst sind. Bei normalen Websites muss schon viel gescrollt und gezoomt werden.

Leistung
Man darf sich von einem günstigen Gerät keine Wunder erwarten und bekommt auch keine. Wenn es Animationen gibt, etwa beim Wechseln der Homescreens, sind sie nicht flüssig. Es dauert fast eine Sekunde bis die virtuelle Tastatur auftaucht, wenn man etwa im Browser die Adressleiste antippt. Es sind keine groben Hänger oder Slowdowns bemerkbar, aber die zuvor genannten Kleinigkeiten summieren sich und lassen merken, dass es nicht ganz rund läuft.

Deutlicher fällt das Leistungsdefizit beim Navigieren im Android Market und bei einigen Apps auf. Angry Birds etwa lädt gut eine halbe Minute und ruckelt etwas beim Spielen.

Der Akku hat 1400mah, was für ein Gerät dieser Größe durchaus in Ordnung ist. Wenn man nicht Videos am Gerät schaut oder Games spielt, sind eineinhalb bis zwei Tage Laufzeit möglich.

Der interne Speicher ist 512MB groß, verfügbar sind aber nur etwa 150MB. Der Speicherplatz kann und sollte durch eine MicroSD-Karte erweitert werden. Im Kaufpreis ist eine SIM-Wertkarte von Yesss! enthalten, mit einem Gesprächsguthaben von 15 Minuten. Das Huawei Sonic ist offen für alle Netze. Wer also nicht Yesss! Verwenden will, kann den Provider seiner Wahl nutzen.

WLAN und 3G machte keine Probleme, die Sprachqualität ist aber nicht besonders. Die Übertragung der eigenen Stimme ist in Ordnung, am anderen Ende ist aber ein Hintergrundrauschen zu hören. Die Stimme des Gesprächspartners kommt zu dumpf rüber – es klingt, als würde dieser durch ein vorgehaltenes Tuch sprechen.

Software
Huawei hat ein eigenes Interface über Android 2.3.5 gestülpt. Damit kann das „Thema“ geändert werden und die Animation, mit der die Homescreens gewechselt werden. Neue Themen können heruntergeladen werden. Beim Standard-Thema, „Huawei Launcher“, ist eine Shortcut-Leiste am unteren Displayrand eingeblendet. In die Leiste passen drei Shortcuts, die beliebig ausgetauscht werden können.

Mit „Hi Space“ ist ein eigener App Store installiert, der zusätzlich zum Android Market genutzt werden kann. Da die meisten Apps darin aber mit asiatischen Schriftzeichen beschrieben sind und nicht immer eine Verbindung zu diesem App Store aufgebaut werden kann, macht er keinen besonders seriösen Eindruck.

Kamera
Die Kamera hat 3,2 Megapixel, einen LED-Blitz gibt es nicht. Die Auslöseverzögerung ist ziemlich hoch, die Fotos oft grieselig. Da es sich um eine Fixfokus-Linse handelt sollte das Motiv mindestens einen halben Meter entfernt sein. Bei Tageslicht sind einige Aufnahmen brauchbar. Insgesamt ist die Qualität der Fotos dem Preis des Geräts angemessen. Videos können mit 640x480 Pixel aufgenommen werden.

Fazit
Für 119 Euro könnte man auch ein schlechteres Gerät bekommen. Das Huawei Sonic ist natürlich kein Highend-Modell, technisch aber auch nicht schlechter als andere Einsteiger-Geräte, die preislich zwischen 150 und 200 Euro liegen – abgesehen von der Kamera, die ist deutlich hinter jener der etwas teureren Modelle, wie dem HTC Wildfire S und Samsung Ace, die ab 180 Euro verfügbar sind.

 

 

 

 

 

Modell:
Huawei Sonic U8650
Betriebssystem:
Android 2.3.5
Display:
3,5 Zoll, 480x320 Pixel
Prozessor:
Qualcomm MSM7227 600MHz Prozessor
RAM:
256MB
Speicher:
512MB, MicroSD-Slot
Kamera:
3,2 Megapixel Fixfokus, VGA-Videos
Dimensionen:
116,3mm x 60,5mm x 11,9mm, 120 Gramm
Preis:
119 Euro UVP, verfügbar in den Farben Schwarz und Weiß

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.