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Elektromobilität Das sind die E-Auto-Neuheiten der Shanghai-Automesse.

Volkswagen I.D. CROZZ Elektroauto-Konzept
Volkswagen I.D. CROZZ Elektroauto-Konzept - Foto: Volkswagen
Auf der Messe "Auto Shanghai 2017" feiern mehrere neue Elektroautos Weltpremieren. Unter anderem zeigen VW, Audi, Skoda und Nio, wie die E-mobile Zukunft aussehen soll.

Die Fachmesse Auto Shanghai 2017 wurde von mehreren Herstellern genutzt, um ihre neuesten Elektroauto-Konzepte vorzustellen. Wohl auch als Zugeständnis an den wichtigen Markt im fernen Osten zeigt vor allem der VW-Konzern seine elektromobilen Zukunftsabsichten. VW hat in Shanghai etwa seine Studie I.D. CROZZ vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein CUV, also eine Kreuzung ("Crossover") aus Coupé und Sport Utility Vehicle (SUV). Der I.D. CROZZ ist nach I.D. (vorgestellt in Paris 2016) und I.D. BUZZ (Detroit 2017) ein weiteres Mitglied der I.D.-Familie.

Gestensteuerung im Inneren

VW zeichnet mit dieser sein Bild einer elektrisch betriebenen, wahlweise vollständig autonomen Auto-Zukunft, die ab 2020 in Produktion gehen soll. Im I.D. CROZZ sind zwei Elektromotoren verbaut, die gemeinsam 225 kW (302 PS) liefern. Bis zu 500 Kilometer Reichweite (nach der NEFZ-Messmethode) und 180 km/h Maximalgeschwindigkeit gibt der Konzern an. Im Inneren herrscht futuristisches Ambiente. Das Glasdach des Fahrzeugs kann mit einer "Lichtjalousie" verdunkelt werden. Aktiviert wird diese per Gestensteuerung. Die platzsparenden Antriebselemente sollen den Innenraum vergleichbar mit jenem des größeren VW-SUV Tiguan machen.

Lichtstarker Audi

Weltpremiere in Shanghai feiert auch der Audi e-tron Sportback. Auch dabei soll es sich um ein Coupé in SUV-Größe handeln. Audi hat gleich drei Elektromotoren (einer vorne, zwei hinten) mit insgesamt 320 kW Leistung (435 PS) verbaut. Wer das Gaspedal voll durchtritt soll durch einen "Boost"-Modus sogar 370 kW (503 PS) abrufen können. Wer sparsam fährt, soll 500 Kilometer (NEFZ) weit kommen. Besonders auffallend am e-tron Sportback ist die dynamische Rundumbeleuchtung mit LED und Matrix-Projektoren. Sie sollen die Umgebung optimal ausleuchten und den Gegenverkehr vor Blendung bewahren. Vorne und hinten am Auto gibt es leuchtende Audi-Logos. Das hintere dient gar als drittes Bremslicht.

Während Audis erstes reines Elektroauto, der e-tron, 2018 in Produktion gehen soll, folgt der e-tron Sportback 2019. Preislich wird sich letzterer an Autos wie dem Tesla Model X oder dem für 2018 angekündigten Jaguar i-Pace orientieren. Man kann also mit über 80.000 Euro rechnen. Wo ein großer Teil der Kundschaft herkommen soll, erklärt Audi-Vertriebsleiter Dietmar Voggenreiter: "Wir zeigen den Audi e-tron Sportback ganz gezielt erstmals hier in Shanghai, denn China ist der weltweit wichtigste Markt für E-Autos."

People gather at the booth of Chinese electric veh
Der Nio ES8 bei der Auto Shanghai 2017 - Foto: REUTERS/ALY SONG

Nio ES8

Noch in diesem Jahr soll die Produktion des Nio ES8 beginnen. Auch dieses siebensitzige SUV wurde in Shanghai vorgestellt. Das vorerst nur für den chinesischen Markt gedachte Fahrzeug soll ab dem Frühjahr 2018 verkauft werden. Das Start-up Nio hat in Shanghai weder Motorleistung noch Akkukapazität des ES8 verraten.

Skoda Vision E

Zum Skoda Vision E gab es bereits vor der Auto Shanghai mehr Detailinformationen. Ähnlich wie der VW I.D. CROZZ soll das erste Elektroauto der tschechischen Tochter 225 kW (305 PS) stark sein und mit einer Akkuladung 500 Kilometer weit kommen. Auch beim Vision E handelt es sich um ein Zukunftskonzept, das in dieser oder ähnlicher Form erst irgendwann ab 2020 auf den Markt kommen soll.

Buick Velite 5

Zuletzt erwähnt sei auch noch der Buick Velite 5, eine Version des Chevrolet Volt, die speziell für den chinesischen Markt gemacht wurde. Der Plug-In-Hybrid besitzt zwei Elektromotoren und einen Benzinmotor als Zusatzgenerator ("Range Extender"). Mit vollem Akku und vollem Tank soll der Buick Velite 5 rund 760 Kilometer weit kommen.

(futurezone) Erstellt am 20.04.2017, 06:00

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