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05/08/2019

Deutsches Solar-Elektroauto bereits 10.000 Mal reserviert

Das erste Serien-Elektroauto mit Solarmodulen des deutschen Auto-Start-ups Sono Motors soll 2020 ausgeliefert werden.

Das Konzept des Münchner Start-ups Sono Motors klingt aufsehenerregend. Mit dem "Sion" will das Unternehmen das erste seriengefertigte Elektroauto auf den Markt bringen, dessen Batterie sich durch am Auto aufgebrachte Solarzellen aufladen lässt. Auch der Preis klingt mit 25.500 Euro fast zu gut, um wahr zu sein. Zumindest 10.000 Interressierte wollen dem Unternehmen eine Chance geben und haben bislang kostenpflichtig reserviert, wie das Start-up am Mittwoch bekanntgab.

Produktion ab zweiter Jahreshälfte 2020

Für die Reservierung sind 500 Euro Anzahlung fällig, 2020 soll dann der Kaufvertrag zugeschickt werden, bei dem das Unternehmen dann ein zweiwöchiges Widerrufs- und Rücktrittsrecht einräumt. Das Auto kann dann direkt im Werk in Schweden, wo es produziert wird, abgeholt oder gegen Aufpreis an jeden beliebigen Wunschort geliefert werden. Gefertigt wird das Auto vom SAAB-Nachfolgeunternehmen National Electric Vehicle Sweden (NEVS). Der Produktionsstart ist für die zweite Hälfte des Jahres 2020 geplant.

Die Solarmodule, die bis zu 34 zusätzliche Kilometer Reichweite täglich ermöglichen sollen, sind in Motorhaube, Kotflügel, Seiten, Dach und Heck integriert. Darüber hinaus kann die Batterie, die über eine Kapazität von 35 kWh auch über herkömmliche Ladestationen aufgeladen werden und soll bis zu 255 Kilometer Reichweite nach WLTP-Standard gewähren. Der finale Preis könnte aber noch von den kommunizierten 25.500 Euro abweichen, da der Akku als Einzelbauteil getrennt verrechnet wird.

Auto und Akku separat

Sono Motors zufolge beträgt der Grundpreis für das Auto nämlich nur 16.000 Euro. Die Kosten für die Batterie gibt das Unternehmen mit 9500 Euro an. Bei Verfügbarkeit des Fahrzeugs soll die Batterie nach dem aktuellen Marktpreis berechnet werden. Neben dem einmaligen Kauf soll es aber auch die Option geben, die Batterie zu mieten oder zu leasen. Um Produktionskosten zu sparen, wird das Auto nur in einer Ausführung produziert. Durch die Integration von Solarzellen in der Außenhülle fallen laut Sono Motors zudem keine Kosten für die sonst teure Lackierung an.