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27.02.2017

Fairphone verspricht Update und optimales Recycling

Der alternative Smartphone-Hersteller Fairphone hat ein Android-Update und neue Kamera-Module angekündigt. Auch das Recycling soll verbessert werden.

Das Fairphone 2 bekommt endlich ein Android-Update. Wie Fairphone-Gründer Bas van Abel am Mobile World Congress ankündigte, werden die bestehenden Smartphones in den kommenden Wochen auf Android "Marshmallow" aktualisiert. Damit sind die Geräte zumindest auf dem vorletzten Stand, was Android betrifft. Darüber hinaus sollen in den kommenden Monaten neue Module für Rück- und Front-Kameras angeboten werden, die ausgetauscht werden können.

Fairphone 2

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So wird recyclet

Spannender als das Android-Update ist allerdings ein ausführlicher Blog-Eintrag des Unternehmens, in dem der Recycling-Prozess des Fairphone 2 diskutiert wird. Um die Umweltverträglichkeit des Smartphones so hoch wie möglich zu gestalten, wurden unterschiedliche Recycling-Methoden in Hinblick auf das Fairphone 2 untersucht. Die Ergebnisse der Studie, die drei Methoden untersuchte, wurden ebenfalls am Montag präsentiert.

Als beste Vorgangsweise wurde das Auseinanderbauen und teilweise Einschmelzen von diversen Metallteilen auserkoren. Das komme auch dem modularen Konzept des Fairphone 2 am besten entgegen, schreibt der Mitgründer auf dem Blog. Damit könne eine relativ hohe Wiederverwertbarkeit der Materialien erreicht werden und das größtmögliche Spektrum.

Verworfene Methoden

Relativ schnell aussortiert wurde die Methode, das gesamte Telefon inklusive Batterie einzuschmelzen und aus der flüssigen Masse divere Materialkomponenten zurückzugewinnen. Bei der weitverbreiteten Methode Nummer 3 wird der Akku des Telefons separiert, das restliche Telefon wird in winzige Einzelteile geschreddert. Aus diesen können wiederum wiederverwertbare Materialien gewonnen werden.

Recycling-Methoden

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Fairphone Recycling

Fairphone Recycling

Fairphone Recycling

Während Methode drei zwar nach Gewicht die größte Masse an wiedergewonnenem Material hervorbring (22 Prozent Metall, 30 Prozent Gesamtmaterial), ist etwa das gewonnene Plastik so verunreinigt, dass es laut den Fairphone-Entwicklern für Consumer-Produkte wie ein neues Smartphone nicht verwendet werden kann.

Bis zu 98 Prozent

Deshalb habe man sich beim Fairphone 2 für den zweiten Weg entschieden. Bei diesem liegt das wiederverwendbare Material bei 19 Prozent für Metallstoffe und 28 Prozent gesamt. Diese Zahlen sollen umweltbewusste Kunden nicht demotivieren. Gewisse Metalle und seltene Rohstoffe können beim Recycling-Prozess zwischen 80 und 98 Prozent recyclet werden. Der interessante Blogbeitrag findet sich auf der Fairphone-Webseite.