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23.04.2011

Firefox 4 schafft 100 Millionen Downloads

Mozillas Open-Source-Browser hat nur einen Monat nach Veröffentlichung die prestigeträchtige Hürde genommen. Während die neue Browser-Version auf viel Interesse stößt, wird die optionale Do-not-track-Funktion, die für mehr Privatsphäre sorgen soll, hingegen kaum verwendet. Nur ein Prozent aller User soll das Feature aktiviert haben.

Nach ziemlich genau einem Monat hat Firefox 4 in der Nacht auf Samstag die 100-Millionen-Grenze an Downloads durchbrochen. Das ist insofern beachtlich, da Mozilla die automatische Upgrade-Funktion von der Vorgänger-Version noch gar nicht aktiviert hat. Nur User, die vorab eine Beta-Version von Firefox 4 installierten, wurden in den vergangenen Wochen automatisch zum Upgrade aufgefordert.

Damit hält der positive Trend an, der Mozilla nach einer kleinen Schwächeperiode aktuell wieder einen Zugewinn an Marktanteil beschert, während Microsoft immer noch mit User-Schwund kämpft (die futurezone

). Ein viel beachtetes Feature, die sogenannte Do-not-track-Funktion, mit der Werbenetzwerke vom eigenen Surfprofil ausgesperrt werden sollen, dürfte allerdings kaum Verwendung finden. Laut einemUS-Bericht, der sich auf Zahlen desFuture of Privacy Forumstützt, sollen nur ein Prozent der eigentlich techaffinen Userschaft das Feature nutzen.

Opt-out immer problematisch
Zwar basieren die Zahlen auf Erfahrungswerten, die Future-of-Privacy-Gründer Jules Polonetsky kurz nach Veröffentlichung von Firefox 4 mithilfe von zwei Werbekonzernen ermittelte. So ein niedriger Wert sei allerdings normal, da es sich bei dem Feature um eine optionale Funktion handle, die man in den Untermenüs erst aufrufen müsse, so Polonetsky. Solange das Feature nicht standardmäßig voreingestellt sei, werde sich dieser Wert auch nicht dramatisch nach oben entwickeln, ist Polonetsky überzeugt. Neben Mozilla und Microsoft will nun auch Apple für die kommende Safari-Version ein ähnliches Feature

.

Der Firefox-4-Erfolg animiert Mozilla offensichtlich zu neuen Investitionen. So wird Mozilla in Kürze in San Francisco eine Zentrale eröffnen, die bis zu 125 Mitarbeitern Platz bieten und auch für Business-Events genutzt werden soll. Laut Mozilla-CEO Gary Kovacs will man von der technischen Talenteschmiede und dem Unternehmergeist des Großraums San Francisco profitieren. In der Stadt befinden sich unter anderem die Zentralen von Twitter, Zynga und Yelp. Aber auch Google und Microsoft sind mit prominenten Büros vertreten.