Sicherheit
04/11/2012

Flashback: Apple schließt Lücke für Trojaner

Auf einer Supportseite wurden Anweisungen zum Umgang mit dem Trojaner veröffentlicht. Apple gab außerdem bekannt, an einem Tool zum Entfernen der Schadsoftware zu arbeiten.

Der US-Elektronikriese Apple hat einem grassierenden Trojaner für seine Macintosh-Computer den Kampf angesagt. Die Sicherheitslücke auf Rechnern mit dem Apple-Betriebssystem sei nun geschlossen, teilte Apple am Dienstag (Ortszeit) auf einer eigens eingerichteten Supportseite mit. Nun bemühe sich der Konzern, das hinter dem Trojaner stehende Netzwerk auszuschalten. Der Konzern gestand damit auch erstmals offiziell ein, dass zuletzt eine ganze Reihe von Apple-Rechnern durch das sogenannte Flashback-Trojaner befallen wurden. Experten gehen

betroffenen Computern aus. Apple gab bekannt,an einem Tool zum Entfernen der Schadsoftwarezu arbeiten. Der Antivirenhersteller Kaspersky stellteauf seiner Webseitebereits ein entsprechendes Programm zum Download bereit.

Bankdaten und Passwörter gestohlen
Das Flashback-Trojaner nutzte eine Sicherheitslücke in der Software Java aus. Die Programmierer gaben ihre Schadsoftware als Aktualisierung des Adobe Flash Players aus, der zum Betrachten von Videos genutzt wird. War die Schadsoftware einmal installiert, konnten Angreifer etwa Passwörter oder Bankdaten abgreifen. Es handelte sich um eine Variante eines für Windows-PCs programmierten Trojaner.

war eigentlich bereits seit Februar durch Oracle geschlossen,doch Apple verabsäumte es, den Fix auch für Mac OS X zu veröffentlichen.

Nicht unverwundbar
Apple hatte lange Zeit damit geworben, seine Rechner seien für Viren und Trojaner im Gegensatz zu Windows-PCs nicht anfällig. Tatsächlich wurden die meisten Schadprogramme für Windows geschrieben - denn das läuft auf rund 90 Prozent aller Computer weltweit. „Mac hat lange gesagt, sie seien für PC-Schadprogramme nicht anfällig - das stimmt. Sie sind für Mac-Schadprogramme anfällig", konstatierte nun Dave Marcus vom Sicherheitsspezialisten McAfee. Cyberkriminelle setzten derzeit alles daran, ihre Angriffe auch auf Apple-Computer auszurichten.

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