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14.07.2018

Fossil Q Explorist im Test: Modische Smartwatch ohne Bewegungsdrang

Die Q Explorist setzt auf ein gelungenes, klassisches Uhrendesign, hat aber keinen Bock auf Sport.

Fossil hat mittlerweile die dritte Generation seiner Smartwatch Q Explorist veröffentlicht. Als Betriebssystem wird Googles Android Wear 2.0 genutzt. Sie ist in mehreren Gehäusefarben und Armbandvarianten ab 279 Euro verfügbar. Mit der Q Venture gibt es auch eine etwas kleinere Version (42mm Gehäuse statt 46mm), die sich an Damen richtet.

Optisch ist die Q Explorist durchaus ansprechend. Das Lederband der Variante, die ich getestet habe, sieht gut aus und lässt sich bei Bedarf gegen ein handelsübliches 22mm-Armband tauschen. Insgesamt ist sie recht dick ausgefallen. Darüber können auch die Zier-Lünette und die abgerundeten Ränder des Gehäuses nicht hinwegtäuschen. Mit 76 Gramm gehört sie zu den eher schweren Smartwatches.

An der rechten Seite sind drei Tasten. Die obere und untere können frei belegt werden. Die mittlere Taste ist eine drehbare Krone, etwa um in Apps zu scrollen. Dreht man sie beim Watchface, scrollt man so die Benachrichtigungen. Das Drehen ist aber nicht sonderlich bequem, weshalb ich beim Test die klassische Wischmethode bevorzugt habe. Da die Tasten relativ weit aus dem Gehäuse hervorstehen, ist es mir in der mehrwöchigen Testphase mehrmals passiert, dass ich sie unabsichtlich gedrückt habe, wenn das Handgelenk nach oben abgewinkelt habe.

Fossil Q Explorist

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OLED Display

Die jetzige Generation der Q Explorist hat ein echtes rundes Display, ohne den hässlichen Balken am unteren Bildschirmrand der Vorgängerversion. Der OLED-Bildschirm hat eine schöne farbkräftige Darstellung und ist auch bei direktem Sonnenlicht noch gut ablesbar.

Die Smartwatch hat einen eingebauten Lautsprecher und ein Mikrofon und kann so als Freisprecheinrichtung verwendet werden. Die Qualität ist nicht überragend, aber akzeptabel. Auch Sprachbefehle mittels Google Assistent sind so möglich.

Ein wenig lästig ist, dass bei der Q Explorist die Lautstärke automatisch an ist, wenn man sie einschaltet – auch wenn sie abends beim Ausschalten im Stumm-Modus war (Akkusparen, weil das Ladegerät in der Arbeit vergessen wurde). Sie läutet nämlich laut bei Anrufen, wenn das Smartphone auf stumm geschaltet ist, was nicht sehr smart ist.

© Bild: Gregor Gruber

Kurze Laufzeit

Obwohl das Gehäuse der Q Explorist recht dick ist, scheint es der Akku darin nicht zu sein. Am Ende des Tages muss sie aufgeladen werden. Immerhin ist die mitgelieferte Ladestation, eine kleine induktive Platte mit Magnet und USB-Stecker, simpel zu nutzen. Dafür lädt sie aber eher langsam. Zwei bis 2,5 Stunden dauert es, bis die Uhr wieder voll ist.

Für sportliche Aktivitäten ist die Q Explorist nicht geeignet. Sie hat nur einen Schrittzähler, aber weder GPS noch Pulsmesser. Außerdem ist bei sportlicher Aktivität die Chance sehr hoch, unabsichtlich die Tasten der Uhr zu betätigen.

Im Alltag macht sie das, was eine Smartwatch tun sollte. Die Bedienung ist flüssig, Benachrichtigungen werden verlässlich wiedergegeben. Wer will kann auf Nachrichten direkt am Touchscreen antworten. Durch das AMOLED-Display sind Messages gut lesbar und selbst Fotos lassen sich passabel anschauen.

Zum Laden wird die Smartwatch auf das weiße Plättchen gelegt © Bild: Gregor Gruber

Fazit

Die Fossil Q Explorist ist die richtige Smartwatch für User, die in erster Linie ein modisches Accessoire mit Mehrwert suchen. Design und Verarbeitung sind stimmig, das AMOLED-Display kann überzeugen. Wer mit einer Smartwatch aber auch seine sportlichen Leistungen aufzeichnen will, greift besser zu Modellen von Garmin oder Samsung. Diese bieten zudem mehr Akkulaufzeit.