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13.01.2015

Franzosen bauen Antistress-Helm Melomind

Ein Helm, mit dem man die Gehirnströme misst und der per App dafür sorgt, dass der Stress abnimmt. Die futurezone hat sich den Antistresshelm Melomind angesehen.

Der Helmaufsatz schaut ein wenig wie ein unfertiger Fahrradhelm aus, dem die Schutzhaut fehlt. Der weiße Helm ist mit vier Elektroden bestückt und misst wie ein Elektroenzephalogramm im Krankenhaus, die Gehirnströme. Eineinhalb Jahre haben die beiden Neurowissenschafter Thibaud Dumas und Yohan Attal, die sich am Brain & Spine Institute (ICM) in Paris kennengelernt haben, an Melomind, wie der Helm heißt, getüftelt. Bei der CES war das erste Produkt ihres Unternehmens „My Brain Technologies“ eines der Highlights.

Hirnstrom-Analyse

„Eine Vorrichtung zu bauen, mit der im Spital die Hirnströme gemessen werden können, ist einfach, weil der hochkomplex sein kann“, sagt Thibaud Dumas im futurezone-Gespräch. Einen Helm zu entwickeln, der für die breite Masse geeignet ist und sehr simpel zu handhaben sein soll, sei weitaus schwieriger. Das Konzept hinter Melomind ist sehr einfach – man setzt den Helm auf, verbindet ihn per Bluetooth mit einer App am Smartphone oder Tablet und die Daten, die der Helm misst, werden auf die App übertragen und analysiert.

Anti-Stress-App

In Sitzungen, die 15 Minuten dauern, bekommt der Helmträger dann auf Smartphone oder Tablet Musik eingespielt (die hört man über Ohrstöpsel), die ihn beruhigen und vom Stress befreien sollen; ein kleiner Widerspruch, sind es ja vor allem die technischen Geräte, die im digitalen Zeitalter Stress verursachen. In der App lassen sich auch Statistiken abrufen, die den Fortschritt der Entschleunigung dokumentieren – oder auch nicht.

Melomind soll spätestens Ende 2015 auf den Markt kommen und wird 299 Dollar bzw. 299 Euro kosten. Vorbestellungen sind bereits auf der Webseite möglich.

Disclaimer: Redakteure der futurezone berichten vor Ort von der Consumer Electronics Show in Las Vegas. Die Reisekosten werden von der futurezone GmbH selbst sowie von Samsung und der CEA übernommen.