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Punkte
02/20/2012

Google baut foursquare-Konkurrent Latitude aus

Google könnte mit einem Update für Maps eine neue Funktion vorzeitig entwischt sein. Mit automatisierten Check-Ins und Punkteranglisten will Google nun offenbar seine Bemühungen im Markt für Location Based Services verstärken.

Nahezu unbemerkt hat Google mit dem neuesten Update für die Android-Version von Google Maps seinen ortsbezogenen Dienst Latitude deutlich ausgebaut. So werden nun, ähnlich wie bei Foursquare, Punkte für Check-Ins vergeben. Diese bestimmen dann den Rang eines Nutzers - vom Besucher (Visitor) hin zu Regular, VIP oder Guru. Da das Feature nicht, wie sonst üblich, über einen Blogpost von Google angekündigt wurde und die Rangliste auch nur über einige Umwege zu erreichen ist, wird vermutet, dass Google die neue Funktion vorzeitig entwischt sein könnte. Derartige Location-Based Services sind vor allem in den USA beliebt, haben aber auch in Europa ihre Anhänger. Allein Foursquare zählt 15 Millionen Nutzer und auch Facebook ist 2010 mit Facebook Places in den stark umkämpften Markt eingestiegen.

Latitude ist bereits jetzt eng mit Google+, dem hauseigenen Social Network, verzahnt und dürfte wohl nun auch weiter mit anderen Google-Angeboten verknüpft werden. So werden bereits jetzt Punkteranglisten geführt, in denen sich jeder mit seinen Google+ Freunden vergleichen kann. Die Check-Ins können auch - ähnlich wie bei Facebook - direkt in das Profil gepostet werden und mit Nachrichten oder Bildern verknüpft werden. Denkbar wäre auch ein Verbindung mit Googles bargeldlosen Bezahldienst Wallet, der zur Zeit nur in den USA verfügbar ist und auf die NFC-Technologie setzt. Dabei könnte man, wie im Hilfebereich von Latitude angekündigt, auf Kooperationen mit Unternehmen setzen, die durch Aktionen Anreize für Check-Ins bieten könnten.

Bereits länger integriert, aber komfortabel im Vergleich zu foursquare: Check Ins können auf Wunsch auch automatisiert werden, sodass man automatisch eincheckt, wenn man sich in der Nähe befindet oder danach gefragt wird. Das konnte bei foursquare bislang nur über umständliche Lösungen erzwungen werden.

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