Bericht
08/07/2012

Google: Buch-Scans sollten Amazon schaden

Online-Versionen der Bücher sollen Nutzer weg vom Online-Händler locken

Wie Paid Content berichtet, soll das Bibliotheksprogramm von Google weniger ein selbstloses Projekt zur Wissenserschließung als vielmehr ein Angriff auf den Online-Buchhändler Amazon gewesen sein. Google hat bis dato 180 Millionen Dollar in die Hand genommen, um Buchbestände in Bibliotheken zu digitalisieren und online verfügbar zu machen - darunter auch Bestände der Österreichischen Nationalbibliothek.

Wie aus einem Dokument hervorgeht, das die Author´s Guild (Autorenvertretung in den USA) im Zuge eines langjährigen Verfahrens gegen Google veröffentlicht hat, soll es Google darum gegangen sein, Nutzer weg von Amazon zu seinem eigenen, teilweise kostenlosen Angebot zu locken. Außerdem soll aus der Google-Präsentation hervorgehen, dass es Google lediglich ums Geld gehe und alles andere sekundär sei.

Google und die Author´s Guild streiten seit 2005 vor Gericht - letztere verlangt von ihrem Kontrahenten 750 Dollar pro eingescanntem Buch als Entschädigung. Google hat bis dato mehr als 20 Millionen Nücher digitalisiert.

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