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25.03.2014

Google senkt Preise für Cloud-Dienste massiv

Google greift bei Cloud-Diensten Rivalen wie Amazon mit einer erweiterten Produktpalette und Preissenkungen an.

Die Preise für verschiedene Dienstleistungen aus dem Netz sollen um 30 bis 85 Prozent sinken, kündigte das Unternehmen am Dienstag in San Francisco an. So solle Cloud-Speicher künftig durchgängig 2,6 US-Cent pro Gigabyte kosten. Das sei für die meisten Kunden zwei Drittel günstiger als bisher, hieß es beim „Cloud Platform Event“ in San Francisco am Dienstag.

Der Internet-Konzern nimmt mit den Neuerungen direkt das Geschäft mit Cloud-Infrastruktur des Online-Händlers Amazon ins Visier, bei dem viele Unternehmen Speicher und Rechenleistung beziehen.

24-Stunden-Modell

Google bietet mit dem veränderten Preis-Modell für Cloud-Dienste nun auch Kunden eine Möglichkeit, die bisher zu kurz gekommen sind: die Beständigen, die einen konstanten Speicherplatz brauchen, sieben Tage die Woche rund um die Uhr. Für dieses Kundensegment soll der Preis nun um 53 Prozent sinken, wie Urs Hölzle von Google ankündigte. Für diese Kunden hat es sich bisher fast mehr ausgezahlt, eigene Server zu kaufen. Mit dem neuen Preismodell von Google rechnet sich das nicht mehr in allen Fällen.

Laut Hölzle seien die Preise für Cloud-Speicher zwar über die letzten Jahre kontinuierlich gesunken, aber nicht so stark wie die Preise für Computer-Hardware gesunken seien. Während die Preise für Cloud-Speicher zwischen sechs und acht Prozent gesunken sind, seien die Preise für Computer-Hardware um 30 bis 45 gesunken. Nun wolle Google diese Lücke schließen.

Harter Preiskampf

Doch wird Google damit wirklich Rivalen wie Amazon ausstechen können? Macht alleine der Preis einen Unterschied? Analysten sind skeptisch. Wie „Wired“ berichtet, sagt Analyst James Staten von Forrester folgendes: „In diesem Business hält so etwas maximal 24 Stunden an. So schnell können die anderen auf Preisdifferenzen reagieren“. Hölzle sieht das freilich anders – für ihn könne Google mit seinen Rivalen in einem Preiskampf immer mithalten, schließlich habe Google mit seinen Suchmaschinen-Diensten und Gmail so viel Hardware, wie es notwendig sei, die Preise weiter zu senken.