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09.05.2017

Googles neues Betriebssystem Fuchsia zeigt sich erstmals

Erstmals ist die Oberfläche des neuen geheimnisvollen Google-Betriebssystems auf Screenshots zu sehen. Der Zweck der Android-Alternative bleibt aber unklar.

Dass Google an einem neuen Betriebssystem namens „Fuchsia“ arbeitet, ist bereits seit dem Vorjahr bekannt. Doch nun hat das Betriebssystem erstmals auch eine Oberfläche erhalten, die den Namen „Armadillo“ (englisch für Gürteltier) trägt. Diese gibt etwas mehr Einblick darin, was „Fuchsia“ eigentlich werden soll.

Optisch ist „Fuchsia“ in Karten unterteilt, die vom System als „Stories“ bezeichnet werden. Auf dem Start-Bildschirm steht das Profilbild im Mittelpunkt, das durch Antippen verschiedene Quick Settings, unter anderem Lautstärke und Helligkeit, enthüllt. Scrollt man nach unten, gelangt man zu einer Google-Home—ähnlichen Seite mit relevanten Inhalten sowie einer Suchleiste.

Kann unter Android ausprobiert werden

Über dem Profilbild befinden sich die Stories, die offenbar wie Apps funktionieren. Diese lassen sich durch Antippen in den Vollbild-Modus versetzen oder durch längeres Halten für den Splitscreen-Modus platzieren. Hier werden mehrere Modi unterstützt, nicht nur das Aufteilen des Bildschirmes in der Mitte. Auch Tablets werden offenbar unterstützt.

Da „Armadillo“ mithilfe des Multi-Plattform-SDKs Flutter geschrieben wurde, kann die Oberfläche auch für Android kompiliert und dort als APK installiert werden. Ungeduldige mit etwas Erfahrung können somit die „Fuchsia“-Oberfläche bereits auf ihren Android-Smartphones, -Tablets oder -Emulatoren ausprobieren. Die Oberfläche besteht aber vorerst nur aus Platzhaltern und erlaubt kein Starten von Apps.

Pläne sind unklar

Nach wie vor ist unklar, welche Art von Geräten mit „Fuchsia“ ausgestattet werden sollen. Laut der Dokumentation eignet sich das Betriebssystem für „moderne Smartphones und PCs mit schnellen Prozessoren, großen Mengen an Arbeitsspeicher und beliebiger Peripherie, die Berechnungen mit unbestimmten Ende durchführen wollen“. Ein rasches Aus für Android, das den Smartphone-Markt mit mehr als 80 Prozent Marktanteil dominiert, ist jedoch unwahrscheinlich. Dennoch dürfte „Fuchsia“ eine Reaktion auf Androids größte Schwächen sein.