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Angetestet
05/09/2012

HP zeigt Ultrabooks und erfindet Sleekbooks

HP hat neue Notebooks vorgestellt. Der Fokus liegt auf Ultrabooks für Privat- und Business-User. Gleichzeitig führt HP die Kategorie der Sleekbooks ein – Ultrabook-ähnliche Geräte, die nicht den Ultrabook-Spezifikationen von Intel entsprechen. Die futurezone hat die neuen Geräte angetestet.

von Gregor Gruber

Gleich sechs neue Ultrabooks und Sleekbooks hat HP auf seiner Veranstaltung HP Global Influencer Summit in Shanghai vorgestellt. Den Begriff Sleekbook verwendet HP für Notebooks, deren Gewicht und Größe Ultrabooks entsprechen aber AMD-Prozessoren nutzen oder auf normale Festplatten statt SSDs setzen. Diese sind etwas günstiger als Ultrabooks. So will HP den anderen Anbietern von „echten" Ultrabooks, wie Asus und Acer, den zukunftsträchtigen Ultrabook-Markt abgraben.

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SpectreXT
Das Flaggschiff der Ultrabooks in der Consumer-Sparte ist das HP Envy SpectreXT (ab 999 Euro, Ende Juni). Es hat ein 13,3 Zoll Display, ist 14,5mm dick und 1,395 Kilogramm schwer. Es wird mit einer 128GB oder 256GB SSD verfügbar sein. Welche Intel Ivy-Bridge-Prozessoren und wieviel RAM die Varianten des SpectreXT haben werden, gab HP noch nicht bekannt. Alle Modelle werden aber USB 3.0 bieten, einen Ethernet-Anschluss und einen HDMI-Ausgang. Die Software Adobe Elements 10 und Premiere Elements 10 ist vorinstalliert. Norton Internet Security kann zwei Jahre kostenlos genutzt werden. Durch die Beats Audio-Kooperation und vier Lautsprecher soll eine gute Tonqualität erzielt werden. SpectreXT wird auch als SpectreXT Pro (1199 Euro) verfügbar sein, das zusätzlich einen TPM Sicherheitschip enthält, um die Daten zu schützen.

Im Hands-On konnte das ausgestellte Vorserienmodell des SpectreXT noch nicht überzeugen. Obwohl das Gehäuse aus Aluminium ist (Unterseite Magnesium) erweckt es keinen stabilen Eindruck. Darüber kann auch nicht das mit 1,4 Kilogramm relativ hohe Gewicht für ein Ultrabook hinwegtäuschen. Der Display-Deckel lässt sich leicht mit der Hand biegen und knarzt beim Angreifen. Auch die freiliegenden Scharniere machen keinen allzu soliden Eindruck. Das Display selbst ist stark spiegelnd und hat eine Auflösung von 1366x768. Hier wären 1600x900 oder 1900x1200 wünschenswert gewesen. Die Gummidichtung rund um das Display ist lose.

Dafür ist der Anschlag der Tasten ist gut, wenn auch etwas fester, als man es von anderen Ultrabooks gewohnt ist. Eine Hintergrundbeleuchtung für die Tasten ist vorhanden. Das Touchpad ist ein guter Kompromiss aus Präzision und Gleiteigenschaft. Das Gerät sieht von außen besser und hochwertiger aus als von innen. Aufgeklappt harmoniert der schwarze Plastik-Rand des Displays nicht mit dem Aluminium-Gehäuse rund um die Tastatur.

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Ultrabook Envy 4 und 6
Ebenfalls an Privatkunden richten sich die neuen Ultrabooks Envy 4 und 6 (Juni, ab 699 Euro) Das Envy 4 hat ein 14-Zoll-Display, das Envy 6 ein 15,6-Zoll-Display. Beide haben die Auflösung 1366x768 Pixel. Die Geräte sind 19,8mm dünn, das Gewicht beginnt bei 1,79 Kilogramm. Der Akku soll bis zu 8 bzw. 9 Stunden halten. Die genauen Spezifikationen der Modelle sind noch unbekannt. Zum Start sollen die Geräte noch mit Intels Sandy Bridge-CPUs erscheinen, Modelle mit Ivy Bridge-CPUs sollen folgen. Sie werden 4GB RAM haben und eine 500 Festplatte. Für etwa 50 Euro mehr gibt es Modelle mit einer zusätzlichen 32GB SSD, die dazu dient, den Bootvorgang zu beschleunigen.

Das Envy 4 und 6 wird es in zwei Farbvarianten geben: Silber oder Schwarz. Beide ziert das Beats Audio-Logo. Die Töne kommen aus zwei Lautsprechern und einem eingebauten Subwoofer.

Sleekbook Envy 4 und 6
Das Envy 4 und 6 wird es auch in Sleekbook-Versionen mit AMD- und Intel Core-CPUs geben (Juni, ab 649 Euro). Nach außen hin sind die Ultrabooks und Sleekbooks Envy 4 und 6 ident. Die Sleeksbooks bieten aber zusätzlich die Option für eine eigenständige, mobile Grafikkarte.

Auch von Envy 4 und 6 waren nur frühe Prototypen zu sehen – beim Envy 6 war das Logo am Rahmen abgeklebt, da hierfür der Rahmen eines anderen Modells verwendet wurde. Als Materialien werden Aluminium an der Oberseite und rund um die Tastatur verwendet, die Unterseite ist Plastik, das mit Glasfaser verstärkt ist. Die rote Unterseite ist ein nettes Designelement, die angepriesene Rutschfestigkeit, die ein leichteres Tragen ermöglichen soll, war im Hands-on nicht bemerkbar.

Das Design entspricht Großteil dem des SpectreXT und hat ähnliche Schwächen: Die Scharniere wirken wackelig, das Gehäuse rund um das Display ist biegbar. Das Touchpad weist keine guten Gleiteigenschaften auf – das Bewegen des Cursors ist träge und nicht präzise. Der Anschlag der hintergrundbeleuchteten Tasten ist in Ordnung.

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Business-Ultrabook EliteBook Folio 9470m
Das EliteBook Folio 9470m (Oktober, ab 1149 Euro) ist HPs eigenen Angaben zufolge „das erste Ultrabook, das ein stylisches, ultraleichtes Design mit der Ausstattung eines Business-Notebooks vereint". Es hat ein mattes 14-Zoll-Display mit der Auflösung 1366x768 Pixel, ist 19mm dick und 1,58 Kilogramm schwer. Zu den Anschlüssen gehören Ethernet, VGA, drei USB 3.0-Anschlüsse, DisplayPort und optional WWAN. Ein TPM-Sicherheitschip ist ebenfalls vorhanden.

Als Prozessoren werden Intels Ivy-Bridge-CPUs verbaut, es können bis zu 16GB RAM verbaut werden. Der Akku soll bis zu neun Stunden Energie bieten. Ein optionales Akkucover, das an der Unterseite des Ultrabooks angebracht wird, verlängert die Laufzeit auf bis zu 20 Stunden. Als Speicher bietet HP eine 500GB Festplatte mit optionaler 16GB oder 32GB SSD an, sowie eine Variante mit reiner SSD bis zu 256GB. Die Tasten sind beleuchtet. Ein Hands-On war nicht möglich, da von dem Gerät nur ein nicht funktionsfähiges Mock-Up zu sehen war.