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Intel präsentiert seine neuen 10-nm-Prozessoren

Intel hat auf der Computex-Messe serienreife Prozessoren vorgestellt, die im Verfahren „10+ nm“ gefertigt sind. „nm“ steht für Nanometer und bezeichnet die Strukturbreite. Theoretisch gilt: Je kleiner dieser Wert, desto mehr Technologie kann in einen Prozessor gepackt werden, desto weniger Energiebedarf ist nötig und desto mehr kann die Taktfrequenz gesteigert werden.

Während 14 nm viele Jahre der Standard war, haben etwa schon Huawei, Apple und Samsung damit begonnen, Chips in 10-nm-Bauweise herzustellen. Jetzt hat Intel mit den Prozessoren Ice Lake U nachgezogen. Sie sind die zehnte Generation der Intel-CPUs. Wie das „U“ im Namen verrät, sind die vorerst nur für Ultrabooks gedacht, also kompakte Notebooks mit ansprechender Leistung und Akkulaufzeit. Reine 10-nm-Chips sind es übrigens nicht: Prozessor und Grafikeinheit sitzen auf dem 10-nm-Chip. Der Begleitende PCH-Chipsatz ist allerdings in 14 nm. Er enthält etwa Sata-Ports, USB-Ports und PCIe-Lanes.

Gregory Bryant, Intel Senior Vice President, mit dem neuen Sky Lake U

Bis zu 18 Prozent schneller

Die Ice Lake Us sind Quadcore-Chips. Sie basieren auf der Sunny-Cove-Mikroarchitektur. Die Vorgänger-Chips Whiskey Lake U nutzen die ältere Skylake-Architektur. Intel verspricht für die neuen Prozessoren eine Leistungssteigerung von durchschnittlich 18 Prozent IPC (Leistung pro Takt). Je nach Anwendungen sollen es sogar bis zu 40 Prozent sein.

Allerdings werden für diese Leistungssteigerung die Skylake-CPUs zum Vergleich herangezogen, die 2015 erschienen sind. Dazwischen gab es mehrere Generationen an verbesserten U-Prozessoren. Zu Beginn wird es die neuen Prozessoren auch nur mit einem Takt von maximal 3,9 GHz geben. Die bisher aktuelle Generation 8 der U-CPUs gibt es mit bis zu 4,8 GHz Taktfrequenz.

Ein Chip von Intel.

Schnellere Grafik

Dafür soll Ice Lake U aber bei spezifischen Aufgaben schneller sein. Machine Learning, wie etwa Bilderkennung, soll bis zu 2,5 mal schneller sein. Verbesserungen gibt es auch bei der integrierten Grafikeinheit. Intels Iris Plus soll etwa bei Games wie CS:GO 80 fps ermöglichen (FullHD, Grafikeinstellungen Mittel). Bei Rainbow Six Siege sind es immerhin knapp über 30. Bei der Vorgänger-CPU waren es eher 20, was nahezu unspielbar ruckelig ist.

Allerdings wird es Iris Plus nur im Core i7-1065 G7 geben, dem teuersten der drei Ice-Lake-U-Prozessoren. Der Core i5-1035 G1 und Core i3-1005 G1 haben einen schwächeren Grafikchip integriert. Alle unterstützen aber Displayport 1.4 und HMDI 2.0b, ohne zusätzlichen Konverter-Chip. Ein 5K-Monitor kann also mit 60Hz und ein 4K-Monitor mit 120Hz angesteuert werden.

Zur Energieeffizienz von Sky Lake U hat Intel keine Angaben gemacht. Die Prozessoren sollen ab Herbst verfügbar sein. Intel zufolge sind bereits 30 Ultrabooks und Convertibles von verschiedenen Herstellern in Arbeit sein, die noch dieses Jahr mit Ice-Lake-U-CPUs erscheinen werden.

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