Sicherheitsforschern war es im Vorjahr gelungen, einen Jeep Cherokee aus der Ferne zu steuern.

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09/14/2015

Intel will bei Sicherheit in vernetzen Autos helfen

Intel will Vorfälle wie den Skandal um Jeep verhindern. Ein Experten-Gremium soll künftig Sicherheitsstellen in Auto-Software suchen und einheitliche Lösungen anbieten.

Intel will für mehr Sicherheit in vernetzten Autos sorgen. Der weltgrößte Chipkonzern kündigte am Montag die Bildung eines Experten-Gremiums an, das nach Schwachstellen suchen und Wege zu sicheren Lösungen aufzeigen soll. "Die Gefahr ist real", sagte der europäische Technologiechef von Intel Security, Raj Samani, der Deutschen Presse-Agentur.

Skandal um Jeep

Es seien Autos mit Sicherheitslücken auf den Straßen unterwegs, warnte Samani. In den vergangenen Wochen war es mehreren IT-Sicherheitsexperten gelungen, sich in vernetzte Autos zu hacken und zum Teil die Kontrolle über Fahrzeug-Funktionen zu übernehmen. Für besonderes Aufsehen sorgte ein Experiment, bei dem das Gaspedal in einem Jeep über das Internet lahmgelegt wurde. Der Hersteller Fiat Chrysler aktualisierte daraufhin die Software in mehr als 1,4 Millionen Fahrzeugen.

Mehr Sicherheit

"Wir wollen nicht, dass die Angst nun den Fortschritt bremst", erklärte Intel-Manager Samani die Idee hinter dem Experten-Gremium. Vernetzte und selbstfahrende Autos könnten für deutlich mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen, die Systeme müssten allerdings gegen Angriffe geschützt sein. Die Intel-Initiative veröffentlichte am Montag ein Papier mit Empfehlungen. Dazu gehören der Einsatz von Verschlüsselung und die Aktualisierung von Software per Funk, um Sicherheitslücken schnell schließen zu können.