Hands-on: Wenn das iPhone 4S zurückredet

© Franz Gruber

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01/06/2012

iPhone 4S: Siri entpuppt sich als Datenfresser

Eine neue Studie besagt, dass Apples neuestes Smartphone im Schnitt doppelt so viel Daten verbraucht wie sein Vorgänger, das iPhone 4. Schuld daran soll vor allem die Sprachsteuerung Siri sein. Aber auch Handys von Samsung, HTC oder SonyEricsson sorgen für viel Datenverkehr.

Einer neuen Studie des Mobilfunk-Analyse-Unternehmens Arieso zufolge soll Apples iPhone 4S doppelt so viele Daten wie das iPhone 4 und drei Mal so viele Daten wie das iPhone 3G verbrauchen. Dieser Anstieg im Vergleich zu Vorgänger-Modellen ist nicht allein auf sich veränderende Nutzungsgewohnheiten von iPhone-Besitzern zurückzuführen, sondern offensichtlich auch auf die neue Sprachtechnologie Siri. Denn der virtuelle Assistent braucht viel Datenvolumen, wenn die Anfragen des Nutzers an die Apple-Server geschickt, dort berechnet und zurück ans Gerät gesendet werden. Außerdem würde sich das iPhone 4S sehr oft mit den Apple-Servern verbinden, um Daten mit zu synchronisieren, so Arieso-Technikchef Michael Flanagan.

Auch Samsung, HTC, SonyEricsson
Laut Studie, die eine Million Smartphone-Nutzer in einem nicht näher genannten europäischen Mobilfunk-Netz analysiert hat, sind aber auch Smartphones wie das HTC Nexus One, das Samsung Galaxy S oder das Sony Ericsson Xperia X10i nicht gerade sparsam im Datenverbrauch. Insgesamt zeigt die Arieso-Untersuchung, dass lediglich ein Prozent der Smartphone-Nutzer (Heavy-User) für etwa 50 Prozent der gesamten Downlink-Daten verantwortlich seien.

Zwar gibt es gerade in Österreich immer mehr Smartphone-Nutzer, die einen so genannten Flatrate-Tarif mit unbegrenztem Datenvolumen haben, bei dem die Geschwindigkeit des mobilen Web-Zugangs nach Überschreitung eines vertraglich definierten Gigabyte-Volumens gedrosselt wird. Allerdings sollten gerade iPhone-4S-Kunden, die einen solchen Vertrag nicht haben, ihren Datenverbrauch im Auge behalten. In Österreich läuft derzeit ein Musterprozess gegen Mobilfunker, weil diese für verbrauchte Daten über dem Vertragslimit sehr hohe Preise verrechnen und so 2011 für viele Horrorrechnungen gesorgt haben.

Auch für die Mobilfunker bedeutet das erhöhte Datenaufkommen durch Smartphones wie das iPhone 4S eine Herausforderung, weil der mobile Traffic ihre 3G-Netze sehr belastet.

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