SMS-Nachfolger RCS erstmals auf iPhones in Österreich verfügbar
Nachdem Apple mit dem Rollout von iOS 18 den RCS-Standard (Rich Communication Services) offiziell integriert hat, bringt ihn Magenta als erster heimischer Netzbetreiber nun auch auf iPhones nach Österreich. iPhone-Nutzer können damit nativ und ohne den Umweg über Drittanbieter-Apps wie WhatsApp oder Signal modern mit Android-Kontakten kommunizieren.
Technisch betrachtet bringt RCS Funktionen in die vorinstallierte Nachrichten-App, die bisher ausschließlich Apples eigenem Dienst iMessage vorbehalten waren. Dazu zählen der Versand von hochauflösenden Fotos und Videos sowie Dateianhänge bis zu einer Größe von 100 Megabyte, womit die qualitative Limitierung der veralteten MMS entfällt.
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RCS bei A1 und Drei
Die futurezone hat auch bei den anderen beiden österreichischen Mobilfunknetzbetreibern nachgefragt. A1 plant die Einführung von RCS auf iPhones noch im heurigen Jahr, wie das Unternehmen bestätigt. Eine ähnliche Rückmeldung gibt es von Drei. Vonseiten des Mobilfunkers heißt es, das Projekt sei "am Laufen" und man plane, RCS am iPhone noch in diesem Jahr zu starten.
Daneben funken noch zahlreiche virtuelle Anbieter in den Netzen von A1, Magenta und Drei. Dass das "Mutternetz" RCS bekommt, heißt nicht automatisch, dass es auch Kunden der MVNOs (Mobile Virtual Network Operators) auf iPhones nutzen können. Die jeweiligen MNVOs müssen RCS jeweils für ihre Kunden implementieren. HoT, einer der größten virtuellen Mobilfunker im Land und im Netz von Magenta, sollte RCS jedenfalls auch bald bekommen. Man arbeite an der Umsetzung, wie es heißt. Der von A1 betriebene virtuelle Mobilfunker Yesss! bekommt RCS auch noch heuer.
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Was bringt RCS?
Nutzer profitieren von Features wie Lesebestätigungen, Tipp-Indikatoren und deutlich verbesserten Gruppenchats, die nun über Plattformgrenzen hinweg stabil funktionieren. Die Übertragung der Nachrichten funktioniert über das Mobilfunknetz und WLAN gleichermaßen.
Ob ihr per RCS kommuniziert, seht ihr in der Nachrichten-App direkt. Bevor ihr ein Zeichen eingebt, zeigt Apple im Eingabefeld einen grauen Platzhaltertext an. Erscheint dort der Schriftzug „RCS“, seid ihr im modernen Protokoll unterwegs. Steht dort lediglich „Textnachricht“, ist RCS aktuell nicht verfügbar. Etwa, wenn es vonseiten des Kontakts nicht unterstützt wird.
Anhand der Farbe der Blase kann man nicht erkennen, ob man über SMS oder RCS kommuniziert. Hier bleibt Apple seiner Linie treu: Alles, was kein iMessage ist, ist grün. iMessages sind blau.
Ist RCS verschlüsselt?
Ursprünglich war RCS (im Universal Profile) nicht verschlüsselt. Mittlerweile haben sich Apple und Google jedoch auf einen gemeinsamen Standard geeinigt. Im Jahr 2026 ist die Kommunikation zwischen iPhone und Android in den meisten Netzen ebenfalls Ende-zu-Ende-verschlüsselt, sofern beide Geräte auf dem aktuellen Softwarestand sind.
RCS aktivieren
Wer ein iPhone mit Magenta hat, sollte überprüfen, ob RCS in den Einstellungen aktiviert ist. Das macht ihr folgendermaßen:
- Tippe in der Einstellungen-App auf „Apps“.
- Tippe auf „Nachrichten“.
- Tippe auf „RCS-Nachrichten“.
- Aktiviere oder deaktiviere RCS-Nachrichten.
Wird der Menüpunkt in den Einstellungen nicht angezeigt, ist das in der Regel ein Zeichen, dass es netzbetreiberseitig (noch) nicht unterstützt wird.
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