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Madden 13 im Test: Frischer Wind auf dem Feld

Mit dem Start der neuen Football-Saison startet alljährlich auch das dazugehörige Spiel Madden NFL in eine neue Runde. Spieler sollen ein Mal mehr ein Erlebnis geboten bekommen, das an die pompösen TV-Übertragungen der National Football League erinnert. Dazu hat EA die gesamte Präsentationen des Spiels und dessen Umfeld überarbeitet.

Erstmals wurden etwa auch 3D-Modelle von Kommentatoren erstellt, die vor und nach dem Spiel die Feinheiten der Taktik erklären. Der legendäre John Madden - der immerhin Namensgeber für die Reihe ist - kommt dabei aber nicht vor, da er seine Karriere als Kommentator bereits vor einigen Jahren an den Nagel gehängt hat. Neben den Kommentatoren hat EA über 200 Szenen neu erstellt, angefangen von den Barbecues der Fans auf dem Parkplatz, bishin zu den Cheerleaden, die für die richtige Stimmung sorgen sollen. Auch im Spiel direkt gibt es einige Veränderungen. So wurde ein Blurry-Effekt eingeführt, der teilweise vielleicht auch etwas die überholte Grafik der aktuellen Konsolen kaschieren soll.

Quarterback
Auch beim Spielgefühl hat sich einiges getan. Die Steuerung der Quarterbacks geht nicht mehr ganz so schwierig von der Hand wie in den älteren Versionen. Auch Pässe werden viel schneller vollzogen, was dem Spielgefühl sehr gut tut. Die Spielzüge wirken dadurch dynamischer und man bekommt als Spieler das Gefühl, volle Kontrolle zu haben.

Außerdem kann die Richtung eines Passes mit dem Analogstick wesentlich genauer bestimmt werden. Ähnlich verhält es sich bei den Laufspielzügen. Der Runningback reagiert rascher und präziser, was zu besser kontrollierbaren Abläufen führt. In Sachen Spielmodi setzt Madden stärker auf das Internet als je zuvor. Das wird schon im Hauptmenü sichtbar, wo der entsprechende Punkt prominent in den Mittelpunkt gerückt wurde.

Betrunkene Spieler?
Oft eher unfreiwillig komisch ist die neue Kollisionsabfrage. Spieler stolpern nach den Spielzügen permanent übereinander und wirken dadurch fast schon betrunken. So unglücklich das zwischen den Spielzügen wirkt, sorgt die neue Kollisionsabfrage direkt im Spiel für durchwegs realistische Situationen. Da stolpert der Runningback im Gefecht über einen Fuß, dem man in früheren Versionen keine Beachtung hätte schenken müssen.

Fazit
Madden 13 bringt einige Veränderungen, die das Spiel doch sehr deutlich von seinen Vorgängern abheben. Dabei geht es nicht nur um die Darstellung, sondern auch um das tatsächliche Spielgefühl, wo sich einiges getan hat. Alleine schon die neue Kollisionsabfrage hat einen deutlich merkbaren Einfluss auf den Spielablauf.

Hat man in den letzten Jahren vom Kauf der jeweils aktuellen Version abgesehen, weil sich das Spielgefühl zu wenig entwickelt hat, kann man bei Madden 13 ohne schlechtes Gewissen zugreifen. Madden ist für die PlayStation 3, die PlayStation Vita, die Xbox 360, die Wii und die Wii U erhältlich.

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