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31.10.2014

Mit Sonos zum kabellosen 5.1 Surround-Sound

Musikwiedergabe in verschiedenen Räumen aus unterschiedlichen Quellen sowie ein komplettes Heimkino-Setup mit Surround-Sound ermöglicht Sonos gänzlich ohne Kabelverbindung.

All deine Musik in jedem Raum und zwar kabellos - so in präsentiert sich Sonos. Dass mit Sonos ein derartiges Multiroom-Setup tatsächlich möglich ist, wurde bereits an anderer Stelle ausführlich beleuchtet. Dabei wird die Musik aus unterschiedlichsten Quellen astrein synchron und kabellos in verschiedenen Zonen wiedergegeben.

Neben dem Mehr-Raum-Modus lässt sich Sonos aber auch als kabelloses 5.1. Surround Setup nutzen. Empfohlen werden dafür eine Sonos Playbar (UVP: 699 Euro), der Basslautsprecher Sonos Sub (UVP: 699 Euro) und ein Paar Sonos Play:1 (UVP pro Stück: 199 Euro) als Satellitenlautsprecher.

Sonos 5.1 Komponenten

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Die Komponenten

Die einzelnen Komponenten sind in schlichtem Design gehalten. Lediglich Tasten für Lauter, Leiser und Mute zieren die Lautsprecher. Die Verarbeitung ist hochwertig und dem Preis angemessen. Neben den Stromanschlüssen verfügen alle Geräte über eine LAN-Schnittstelle.

Die Playbar hat zusätzlich einen optischen Audioeingang und ist mit einer Infrarotschnittstelle versehen, sodass sich die Volume mit herkömmlichen Fernbedienungen steuern lässt. Außerdem hat sie auf der Unterseite Vorrichtungen, sodass sie mit Schrauben auch an der Wand fixiert werden kann. Auf der Rückseite der Play:1 befindet sich eine Montagebohrung um sie auf Stativen befestigen zu können.

Installiert und gesteuert werden sämtliche Sonos-Komponenten über die dazugehörige App. Sie ist für iOS sowie für Android kostenlos erhältlich und teilt sich jeweils in Tablet- und Smartphone-Version. Ebenso gibt es eine Sonos-Anwendung für Windows- und OS-X-Desktops.

Playbar & Play:1

In einem Heimkino-Setup dient die Playbar als Frontlautsprecher sowie als vordere Satellitenlautsprecher zugleich. Sie hat sechs Mitteltöner und drei Hochtöner verbaut, denen jeweils ein eigener Klasse-D-Verstärker zugewiesen ist.

Der Play:1 verfügt über einen Hoch- und einen Mitteltöner, mit ebenso jeweils einem digitalen Verstärker der Klasse D. Werden die Play:1 nicht in einem 5.1-Surround-Setup verwendet, können sie für die Musikwiedergabe zu einem Stereo-Paar verknüpft werden.

Sonos Sub

Als eigenständiger Lautsprecher kann die Bassbox namens Sonos Sub nicht genutzt werden. Sie kann nur in ein bereits bestehendes Sonos-System integriert werden. Bei der Installation wird daher der Sub vorhandenen Lautsprechern zugewiesen, die er fortan bei der Wiedergabe der unteren Frequenzen unterstützt. Die Intensität der Basswiedergabe kann per Schieberegler in der Sonos-App an den Pegel bzw. an die Größe der Hauptlautsprecher angepasst werden.

Sonos' Subwoofer verfügt über zwei digitale Verstärker der Klasse D und hat einen Frequenzgang bis 25 Hz. Mit 16 kg ist der Subwoofer relativ schwer. Je nach Möglichkeit, kann der Sub stehend oder auch liegend aufgestellt werden. Bei aufrechter Position steht er auf Gummifüßen. Im Lieferumfang sind auch Filzgleiter enthalten.

5.1 Sonos Surround

Mit dem entsprechenden Setup ist es möglich eine kabellose Surround-Umgebung zu schaffen. Für 3.0-Sound reicht die Sonos Playbar, die unterhalb des TV-Geräts aufgestellt oder an die Wand montiert wird. Mit dem Sonos Sub kommt man auf 3.1 und mit zwei zusätzlichen Sonos-Lautsprechern im hinteren Bereich kann eine 5.1-Umgebung erzeugt werden. Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1 und PCM werden unterstützt; nicht jedoch DTS.

Damit die Wiedergabe des 5.1-Surround-Sounds auch tatsächlich möglich ist, ist eine ganze Reihe an Voraussetzungen zu beachten. Alle Set-Top-Boxen, Blu-ray-Player oder ähnliche Komponenten müssen per HDMI-Kabel an das TV-Gerät angeschlossen werden. Die Playbar selbst muss per optischen Audiokabel an den Fernseher angeschlossen werden.

Beim TV-Gerät sollen sich die internen Lautsprecher deaktivieren lassen, damit es zu keinen Doppelungen kommt. Außerdem ist darauf zu achten, dass 5.1-Signale, die über HDMI-Kabel in den Fernseher eingespeist werden, das TV-Gerät über das optische Audiokabel in 5.1 wieder verlassen können. Bei Nichterfüllen dieser Anforderungen kann es vorkommen, dass Ton und Bild asynchron wiedergegeben werden.

Werden all diese Voraussetzungen erfüllt, erklingt das Heimkino im gewohnten 5.1-Surround-Sound. Die IR-Fernbedingung des TV-Geräts wird von der Playbar automatisch erkannt und kann zum Steuern der Wiedergabelautstärke verwendet werden.

Schwächen im Raumklang sind dabei am ehesten im vorderen Bereich zu erkennen, Denn bei der Playbar sind die Frontlautsprecher weniger weit voneinander entfernt, als bei herkömmlichen Surround-Systemen. Durch die Ausrichtung der einzelnen, in der Playbar integrierten Lautsprecher ist die Soundbar dennoch in der Lage die Soundwiedergabe so zu emulieren, dass durchaus Surround-Feeling aufkommt.

Sonos Pressebilder

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Nicht nur 5.1

Auch wenn das beschriebene Sonos-Setup in erster Linie für die Wiedergabe von Kino-Sound dient, lassen sich die Lautsprecher vielseitig verwenden und beliebig erweitern. So ist die Kombination Playbar, Sub und ein Paar Play:1 auch bestens in der Lage Musik in Hi-Fi-Qualität wiederzugeben. Dabei kann Sonos auf lokal gespeicherte Audiodateien oder Netzwerkfestplatten zurückgreifen sowie eine ganze Reihe beliebter Streamingdienste einbinden.

Da weder DLNA noch Airplay unterstützt werden, bleibt die Abschottung von Sonos der wohl einzige Wehrmutstropfen. Mittlerweile gibt es allerdings auch einige funktionierende Workarounds, mit denen die Sonos-Lautsprecher AirPlay-fähig gemacht werden können.

Fazit

Der Installationsvorgang ist unkompliziert und anhand einfacher Step-by-Step-Anleitung auch für Nicht-Techniker ohne großen Aufwand durchführbar. Die Audioqualität kann sich, sowohl für den Kino-Sound als auch für die Musikwiedergabe sehen lassen und braucht den Vergleich mit kabelgebundenen Hi-Fi-Systemen derselben Preisklasse nicht zu scheuen.

Dass Surround-Sound nicht unbedingt auf eine Kabelverbindung angewiesen ist, stellt Sonos eindrucksvoll unter Beweis. Dass dabei allerdings etwas höhere Kosten anfallen, lässt sich durch die vielseitige Verwendbarkeit und beliebige Erweiterbarkeit des Sonos-Systems ausgleichen.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen Novis und futurezone.at