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07/14/2020

Mysteriöses Microsoft-Tool für Windows 10 aufgetaucht

Der neue AppManager könnte den herkömmlichen Task-Manager ablösen. Bislang ist jedoch nicht bekannt, was Microsoft damit vorhat.

Microsoft überarbeitet derzeit Windows 10 an mehreren zentralen Stellen. So gibt es ein neues Design für das Startmenü und die Systemsteuerung wird geändert. Nun ist ein auch noch ein mysteriöses Tool aufgetaucht. Sollte es sich durchsetzen, hat es das Potenzial die Usability des Microsoft-Betriebssystems stark zu verändern.

Entdeckt wurde der so genannte AppManager von Microsoft-Leaker WalkingCat im Microsoft Store. Über die Suchfunktion ist es dort allerdings nicht zu finden. Um das Programm herunterladen zu können, muss man dem Direct-Link zum Store folgen.

Task-Manager und Uninstaller vereint

Der AppManager kombiniert Funktionen des Uninstallers "Apps & Features" mit jenen des klassischen Task-Managers. Unter anderem bietet der AppManager einen Überblick über die installierten Programme und zeigt die installierten Versionsnummern an. Es lassen sich damit die Programme auch deinstallieren. Selbst System-Apps wie Cortana können damit entfernt werden. Das geht sonst nur über die Powershell.

Darüber hinaus bietet der AppManager einen Überblick über die aktuell laufenden Prozesse. Dabei zeigt das neue Tool RAM- und Speicher-Auslastung sowie die benötigten CPU-Ressourcen der einzelnen Prozesse. Wie im klassischen Task-Manager können über die Funktion "Force close" einzelne Prozesse gestoppt werden.

AppManager in Testphase

Was das neue Tool so mysteriös macht, ist der ausgewiesene Entwickler. Dort steht nämlich "Explorer Intern Project" und nicht Microsoft. Es wird allerdings davon ausgegangen, dass in Wahrheit Microsoft selbst hinter dem Tool steckt. Der angegebene Entwickler könnte darauf hindeuten, dass sich das neue Programm noch in einer internen Testphase befindet.

Die Instabilität des Tools unterstützt diese These. Als wir den AppManager ausprobiert haben, ist es immer wieder zu Abstürzen gekommen. Wirklich reif für den täglichen Einsatz ist das neue Tool also noch nicht.