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07.11.2014

NASA will eigene Lytro-Lichtfeldkameras entwickeln

Lytro öffnet seine Lichtfeld-Technologie und bietet dafür eine Entwicklerplattform an. Das US-Verteidigungsministerium und die NASA gehören zu den ersten Kunden.

Einen kommerziellen Durchbruch konnten die Lytro-Kameras mit ihrer Lichtfeld-Technologie bislang nicht erzielen. Nun sucht Lytro nach neuen Wegen um die Lichtfeld-Technologie weiter voranzutreiben. Dafür stellt das Unternehmen über eine Entwicklerplattform das Lytro Development Kit (LDK) zur Verfügung. Das Jahresabo dafür kostet rund 20.000 US-Dollar. Dafür erhält man neben dem LDK einen Bildsensor von Toshiba mit einer Auflösung vn 41 Megapixeln, ein Objektiv mit einer Blende von f/2 sowie die entsprechende Software zum Verarbeiten der Rohdaten.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA und das US-Verteidigungsministerium gehören zu den ersten Kunden. Die NASA könnte spezielle Kameras entwickeln, mit denen sie künftig ihre Raumfahrzeuge ausstattet. Beim US-Verteidigungsministerium könnte die Lytro-Technologie für Nachtsichtgeräte zum Einsatz kommen. Auch Entwickler von selbstfahrenden Fahrzeugen sollen ihr Interesse am Lytro-Entwicklerkit bekundet haben.

Lytro Lichtfeld-Technologie

Mit der 2012 auf den Markt gebrachten Kamera namens Lytro hat der gleichnamige Hersteller für Aufsehen gesorgt. Denn es handelte sich dabei um die erste massentaugliche Lichtfeldkamera für den Privatgebrauch (zum futurezone-Test).

Die Kamera, die an eine kantige Taschenlampe erinnert, hat statt eines klassischen Objektivs ein Netz aus winzigen Linsen für jeden Bildpunkt. Damit wird nicht wie bei der üblichen Fotografie auf einen bestimmten Punkt fokussiert, sondern es sollen die gesamten Licht-Informationen eingefangen werden. Deshalb spricht man von Lichtfeld-Fotografie. Aus den entstandenen Dateien werden nachträglich verschiedene Bilder errechnet - man kann etwa einzelne Objekte im Foto danach am Computer schärfen. Das geht allerdings nur mit Software von Lytro.