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04.01.2016

Nur ein Prozent aller PCs schnell genug für Virtual Reality

Der Chip-Hersteller Nvidia warnt, dass nur wenige PCs Virtual-Reality-Anwendungen wiedergeben können. Die PC-Branche wittert nun ihre Chance.

2016 könnte das Jahr werden, in dem Virtual Reality den Durchbruch schafft. Die Oculus Rift, die größte Hoffnung der Branche, soll im Laufe des ersten Quartals auf den Markt kommen. Und auch andere Hersteller, unter anderem HTC, wollen im Laufe des Jahres eigene VR-Brillen anbieten. Doch auf die Hersteller könnte ein großes Problem zukommen. Chip-Hersteller Nvidia warnt, dass lediglich 13 Millionen PCs weltweit derzeit leistungsfähig genug sind, um VR-Anwendungen auszuführen. Weltweit sind derzeit rund 1,43 Milliarden PCs im Umlauf - weniger als ein Prozent entsprechen somit den Anforderungen.

Aufschwung für PC-Branche

Oculus dämpfte bereits im Mai die Erwartungen vieler Gamer. Die Mindestanforderungen für die Oculus Rift sind relativ hoch: Zumindest eine Nvidia GTX 970, ein Intel i5-4590, acht Gigabyte RAM sowie zumindest ein HDMI- und zwei USB-3.0-Ports sind erforderlich, um ein Oculus-Spiel ausführen zu können. Um die Einstiegshürden für viele Spieler zu senken, bietet Oculus daher PC-Herstellern auch ein Gütesiegel an. "Oculus Ready" soll zeigen, dass die Mindestvoraussetzungen erfüllt werden.

Trotz der hohen Hürden rechnen Analysten mit einem wahren Hype. Laut IHS sollen bis Ende 2016 mehr als sieben Millionen Virtual-Reality-Headsets verkauft sein - sechs Mal mehr als im Vorjahr. Nvidia hofft ebenfalls, dass der Hype um Virtual Reality die stark schwächelnde PC-Branche wiederbeleben könnte. Bis 2020 sollen rund 100 Millionen PCs in der Lage sein, VR-Anwendungen auszuführen.