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19.12.2014

Österreichischer Smartphone-Hersteller Linshof gibt auf

Das High-End-Smartphone aus Österreich wird doch nichts. Laut Linshof haben russische Investoren aufgrund der angespannten Situation ihre Unterstützung entzogen.

Das vor wenigen Wochen angekündigte High-End-Smartphone des Herstellers Linshof wird wohl nie das Licht der Welt erblicken. Der Hersteller, dessen Firmensitz sich in Wien befinden soll, veröffentlichte eine Nachricht auf seiner offiziellen Webseite. Demnach habe man die Entwicklung wegen "interner Gründe" eingestellt. Zudem habe man nie Vorbestellungen, Spenden oder Investments von Dritten angenommen, weswegen "alle Verbindlichkeiten erfüllt wurden." Alle anderen Inhalte wurden von der Webseite entfernt.

In einer früheren Version der Stellungnahme heißt es, die russischen Investoren hätten aufgrund der "schwierigen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zum EU-Standort" ihre Unterstützung entzogen. Vom Smartphone habe aber bereits ein funktionierender Prototyp existiert, weswegen dieses Modell in naher Zukunft dennoch gefertigt werden oder in andere Projekte einfließen könnte. Das Tablet befand sich hingegen noch in der Konzeptphase und dürfte wohl nie das Licht der Welt erblicken. Ob diese Aussagen aber nun dem Stand der Dinge entsprechen ist unklar, das Statement wurde mittlerweile um diese Passagen gekürzt.

Galerie: Linshof i8

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Linshof i8

Linshof i8

Linshof i8

Linshof i8

Linshof i8

Linshof stand aufgrund seiner fragwürdigen Informationspolitik stets unter Kritik, viele vermuteten einen möglichen Betrug. Dem Blogger Caschy wurden sogar rechtliche Schritte angedroht, sollte er seine Behauptungen nicht zurückziehen. Tatsache war jedoch, dass es sehr viele Fragezeichen gab. So zeigen die Screenshots des hauseigenen Android-Launchers eigentlich ein Arch Linux mit Gnome-Shell.

Galerie: Linshof Tablet

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Linshof Tablet

Linshof Tablet

Linshof Tablet

Auch die Frage, warum sich der Firmensitz in Wien sowie die Forschung und Entwicklung in Hamburg befindet, obwohl die Gründer offenbar aus Osteuropa stammen, wollte man nicht beantworten. Zudem fand Golem heraus, dass sich an der gemeldeten Adresse in Hamburg eigentlich das Büro des Logistikers Hapag-Lloyd befindet.