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14.10.2015

Panasonic HX-A1M im Test: Federleichtes FullHD-Adlerauge

Die Panasonic HX-A1M sieht aus wie eine kleine Taschenlampe und erfüllt im futurezone-Test alle Erwartungen, die man an eine günstige FullHD-Actioncam stellen kann.

Eine Actioncam mit separatem Objektiv- und Prozessorteil: Mit dem Konzept der HX-A500 ist Panasonic in das Outdoor-Kamerasegment eingestiegen. Eine sinnvolle Lösung für einige Aktivitäten, aber dennoch eine klobige. Der Nachfolger HX-A1M sollte es besser machen. Bei der im April vorgestellten Actioncam fällt quasi die Hälfte der HX-A500 weg. Übrig bleibt einzig ein Gerät in Form einer kleinen, leichten, stabförmigen Taschenlampe - ohne zweiten Teil und Nabelschnur. Die futurezone hat die HX-A1M beim Fußballspielen, E-Bike- und Motorradfahren getestet.

Panasonic HX-A1M in Bildern

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Technik

Die HX-A1M ist ein 83,1 Millimeter langer Zylinder mit 26 Millimeter Durchmesser, der wahlweise mit einer Hülle in Schwarz oder Orange geliefert wird. Drei Knöpfe in einer Einkerbung, umrahmt von fünf LEDs, zeigen, wo Oben ist. Aufgenommen wird mit einem 1/3-Zoll-MOS-Sensor mit 3,54 Megapixel.

Videos werden maximal in FullHD und 30 Bildern pro Sekunde (fps) aufgenommen. Dazu gibt es einen Zeitlupenmodus mit HD 720p und 60 fps oder einer Auflösung von 848 mal 480 Pixel und 120 fps. Solcherart erstellte Aufnahmen werden sofort in 30 fps umgerechnet. Die maximale Foto-Auflösung liegt bei 2,66 Megapixel.

Gespeichert wird auf einer microSD-Karte, deren Schacht hinter einem Schraubverschluss an der Rückseite der Kamera untergebracht ist - genauso wie der micro-USB-Anschluss. Der 480 mAh-Akku sollte rund 70 Minuten durchgehende Aufnahme ermöglichen. Die HX-A1M wiegt 45 Gramm und ist damit eine der leichtesten Actioncams am Markt. Sie ist stoßfest aus bis zu 1,5 Meter Höhe, wasserdicht bis 1,5 Meter Tiefe und frostsicher bis -10 Grad Celsius.

Praxiserfahrungen

Genau wie andere kleine Actioncams, etwa HTC Re, Polaroid Cube oder GoPro Hero 4 Session, setzt auch die Panasonic HX-A1M auf besonders leichte Bedienung. Ein Druck auf den Einschaltknopf aktiviert die Actioncam. Mit einer "Mode"-Taste kann man zwischen normaler Videoaufnahme, Zeitlupe oder Foto wechseln. Ein Druck auf den Aufnahmeknopf und los geht's.

Bei den anderen der genannten Mini-Actioncams genügt unterdessen nur ein Knopfdruck. Die Drei-Tasten-Lösung inklusive leuchtender LEDs verschafft immerhin einen besseren Überblick.

Gutes Bild ohne Stabilisierung

Die Bildqualität der HX-A1M ist sehr gut. Im Vergleich zu GoPro-Kameras erscheint das Bild farblich etwas kühler. Hell-Dunkel-Wechsel meistert die Panasonic-Actioncam einwandfrei. Auch der Ton klingt fein. Durch das einzelne Mikrofon wird das Windgeräusch - im Gegensatz etwa zur GoPro Hero 4 Session - allerdings kaum reduziert.

Eine Bildstabilisierung besitzt die HX-A1M nicht. Bei wilden Fahrten vibriert das Bild stark. Actioncams mit Bildstabilisierung, etwa die Sony X1000V, schneiden bei gleichen Bedingungen besser ab.

Flexible Montage

Die kompakte Bauform der Panasonic HX-A1M macht die Montage wiederum besonders einfach. Im Basispaket mitgeliefert wird Panasonics Multi-Halterung, die aus einem Klettverschlussband, einem flexibel dreh- und neigbaren Kugelkopf und einer Schlaufe besteht. In der Schlaufe kann die Actioncam beliebig um die Längsachse gedreht werden.

Die Halterung lässt eine Vielzahl an Befestigungsmöglichkeiten zu. Im Test wurde die Kamera damit etwa um die Lenkerstange eines E-Bikes gelegt, an einem Handgelenk befestigt oder im Dachnetz eines Fußballtores befestigt. So erhält man seine eigenen kleine Torraumkamera.

Alternativ kann man auch die Kopfhalterung, die bereits bei der Panasonic HX-A500 zum Einsatz kam, eine Stativhalterung oder eine Twin-Halterung verwenden. Letztere kann etwa dazu gebraucht werden, um mit zwei in verschiedene Richtungen blickenden HX-A1M den Rundumblick bei Actionszenen zu erlangen, oder eine Infrarotlampe parallel zu schalten.

Nachtmodus und App

Die Panasonic HX-A1M kann nämlich auch bei völliger Dunkelheit filmen. Dazu wird die Frontabdeckung abgeschraubt und eine eigene Nachtlinse montiert. Zusammen mit einer (nicht als Zubehör erhältlichen) Infrarotlampe wird die Actioncam zum Nachtsichtgerät. In einem eigenen Video zeigt Panasonic, wie das so aussieht.

Bei der Ausrichtung der Kamera hilft Panasonics Image App. Die Verbindung wird per WLAN hergestellt. Ein längerer Druck auf die "Mode"-Taste der Actioncam aktiviert den eingebauten WLAN-Hotspot. Ist das Mobilgerät einmal damit verbunden, zeigt die App das Sucherbild an. Außerdem lassen sich damit die Einstellungen der Kamera verändern und die vergangenen Aufnahmen ansehen.

Fazit und Preis

Die Panasonic HX-A1M kann eigentlich alles, was man von einer kleinen Actioncam erwarten kann - solange man keine höhere Auflösung als FullHD wünscht. Die Bildqualität ist sehr gut, die Bedienung logisch, die Akkulaufzeit akzeptabel und das Gewicht spürt man kaum. Der Nachtmodus ist eine witzige Zusatzfunktion.

Die längliche Bauform ist in Kombination mit der Multi-Halterung sehr praktisch für die Montage. Panasonic hat auch seine zweite Actioncam gut hinbekommen und als günstige Alternative zur HX-A500 positioniert.

Die unverbindliche Preisempfehlung für die Panasonic HX-A1M beträgt 199 Euro. Mit dem Preis ist die Kamera immer noch wesentlich günstiger als "ausgewachsene" Actioncams, die meist ab 400 Euro kosten. Die ähnlich große GoPro Hero 4 Session kostet 430 Euro. Polaroid Cube (99,99 Euro) und HTC Re (149 Euro) sind noch günstiger.