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03.03.2014

Polar Loop im Test: Fitness-Tracker nur für Hobby-Sportler

Eine sportliche futurezone-Leserin hat das “Polar Loop” zwei Wochen lang getestet. Fazit: Für wirkliche Sportler bringt das Gerät kaum Vorteile.

Der Polar Loop ist ein Aktivitätsmesser mit Touch-Display, der am Handgelenk getragen wird und ein Bewegungsprofil des Besitzers erstellt, das dann über eine mobile App oder eine personalisierte Webseite eingesehen werden kann. Das Gerät kann sowohl beim Laufen als auch beim Schwimmen getragen werden und vergleicht die Bewegungsdaten seines Trägers mit den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation. Bei zu geringer Aktivität wird eine Warnung ausgegeben. Hauptziel des Geräts ist es, die User zu mehr Bewegung zu animieren.

“Die Installation an meinem Laptop hat super funktioniert. Die Gebrauchsanweisung, die ich mir runtergeladen habe, war sehr nutzerfreundlich”, sagt futurezone-Testerin Sophie R. über das Armband. Der Zugriff über Smartphones klappt ebenfalls ohne Probleme. Danach müssen sich die Polar-Kunden registrieren, um ihre persönliche Webseite einzurichten. Dort werden die Daten des Loop gespeichert.

“Das Registrieren hat funktioniert, wobei die Aufteilung auf der Homepage etwas verwirrend ist. Ich habe das Armband zwei Wochen lang getragen und dann gibt es keinen Wochenbericht", so die Sportlerin im Auftrag der futurezone. Bei den Daten, die vom Loop erhoben werden, handelt es sich vor allem um die Zahl der zurückgelegten Schritte. Um die Genauigkeit zu erhöhen, gibt es drei Stufen, von “spazieren” bis “laufen”. “Das Ergebnis ist realistisch”, zeigt sich die Testerin zufrieden.

Schritte sind zu wenig

Am Ende jedes Tages gibt der Loop Feedback zur Bewegungsstatistik. “Meldungen wie 'Du hast den Tag über viel im Sitzen verbracht' sind für Menschen mit Bürojob nicht sonderlich hilfreich”, kritisiert Sophie R. die Software. Für alle Sportarten ist Loop auch nicht geeignet. “Bei Kampfsportarten ist das Armband nicht zu empfehlen, da es zu Unfällen kommen kann. Beim Laufen war es überhaupt kein Problem, auch beim Wandern, Snowboarden oder Skifahren sollte es gut verwendbar sein”, so das Fazit der futurezone-Testerin.

Um mehr Informationen zu bekommen, kann Polar Loop auch mit einem Herzfrequenz-Messgurt kombiniert werden, dieser muss allerdings gesondert erworben werden. “Das Gerät allein ist einfach nur ein Schrittzähler, die Daten siehst du dann gesammelt. Bei meinem bisher verwendeten Gerät weiß ich immer sofort, wieviel km in welcher Zeit ich gelaufen bin. Das kann dieses Armband leider nicht, da es nur die Schritte, den Kalorienverbrauch beziehungsweise die Aktivität speichert”, sagt Sophie R. nach dem Test.

Fazit und Preis

Lob gibt es für Aussehen und Tragekomfort des Loop. “Des Armbandes ist sehr angenehm und kaum zu spüren. Mich hat eine Kollegin drauf angesprochen, die glaubte, es sei bloß ein Schönheitsarmband”, erzählt die Testerin. Für richtige Sportler, die mehr als Amateure sind, ist das Armband aber kaum zu gebrauchen. “Ich würde mir dieses Gerät nicht kaufen. Für Hobby-Sportler kann es aber durchaus eine Motivation sein, wenn sie sehen wieviel Schritte sie am Tag zurückgelegt haben”, so die futurezone-Testperson. Interessierte Leser können sich auf polar.com weiter informieren. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 89,95 Euro.