Produkte 10.10.2017

Samsung Note 9 soll Fingerprint-Sensor im Display integrieren

Samsung Note 9 soll Fingerprint-Sensor im Display integrieren
© Gregor Gruber

Apple und Samsung scheiterten 2017 daran, diese Technologie in ihre Smartphones zu integrieren.

Wie Business Insider berichtet, hat der Marktforscher KGI Securities neue Informationen zu Samsungs Galaxy Note 9. Laut diesen könnte das Smartphone, das voraussichtlich im Herbst 2018 erscheint, einen Fingerabdruckscanner haben, der im Touchscreen integriert ist.

Eigentlich wollten sowohl Samsung als auch Apple diese Technologie schon heuer umsetzen. Beide sind aber gescheitert, da es anscheinend noch technische Hürden gibt. Samsung verlegte den Fingerprint-Sensor stattdessen auf die Rückseite seiner S8- und Note-8-Modelle, wo er nicht besonders gut zu erreichen ist. Apple verzichtet beim iPhone X komplett auf einen Fingerabdruckscanner und setzt stattdessen auf Gesichtserkennung.

Muster geliefert

Nächstes Jahr könnte die Technologie aber serienreif sein und laut KGI Securities im Samsung Galaxy Note 9 verbaut sein. Samsung soll bereits Muster der Hardware von BeyondEyes und der Tochterfirma Samsung LSI erhalten haben. Bei diesen soll das Licht des AMOLED-Displays gleichzeitig als Lichtquelle für den Fingerabdruck-Sensor genutzt werden, was Energie spart.

Ein möglicher Lieferant wäre laut KGI Securities auch Egis. Die Firma stellt derzeit die regulären Fingerabdruckscanner für Samsung her. Synaptics sei möglicherweise ebenfalls soweit einen Fingerabdruckscanner für die Integration im Display zu liefern. Da Synaptics aber ein Zulieferer von Apple ist, wird Samsung diese Firma vermutlich nicht in Betracht ziehen.

Obwohl der Fingerabdruck-Sensor im Display wie ein Meilenstein für die weitere Entwicklung von rahmenlosen Smartphones wirkt, misst KGI ihm keine allzu große Bedeutung bei. Er sei lediglich ein Zwischenschritt, bis Samsungs Gesichtserkennung auf demselben technischen Niveau wie die von Apple ist. Apple habe aufgrund seiner 3D-Sensoren einen Entwicklungsvorsprung von 18 bis 30 Monaten bei der Gesichtserkennung.

(futurezone) Erstellt am 10.10.2017