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10/29/2019

Samsung zeigt neues faltbares Klapp-Handy

Bei der Präsentation der neuen Benutzeroberfläche One UI 2 hat Samsung einen neuen Formfaktor für faltbare Handys angedeutet.

von Florian Christof

Auf der Samsung Developer Conference 2019 in San Jose hat der koreanische Technologiekonzern eine Reihe von Neuheiten angekündigt. Dabei gab es bei der Präsentation des neuen Samsung-Interface One UI 2 eine kleine Überraschung. 

Die neue Benutzeroberfläche passe sich auch verstärkt an faltbare Smartphones an, erklärte Sally Hyesoon Jeong, die bei Samsung für das Android-Framework zuständig ist. Um zu zeigen, wie One UI 2 auf faltbaren Geräten genutzt werden kann, spielte sie ein Video ein. 

Neben dem bereits bekannten Galaxy Fold ist in dem kurzen Clip auch ein neues faltbares Smartphone zu sehen. Anders als das Galaxy Fold lässt sich das gezeigte Beispiel der Länge nach falten beziehungsweise zusammenklappen - ähnlich wie ein klassisches Klapp-Handy, etwa das Motorola Razr

"Dieser brandneue Formfaktor, den wir gerade austesten, passt nicht nur ganz einfach in jede Hosentasche; er verändert auch die Art und Weise, wie wir unser Smartphone nutzen", sagt Jeong. Ob gar die Präsentation des Geräts bevorsteht, ist unklar. Weder die Hardware noch das Display oder andere Technologien wurden bei der Präsentation angesprochen. 

Wie in einer Developer-Session für Apps für Foldable Devices zu hören war, wird Samsung kommendes Jahr weitere faltbare Smartphones offiziell präsentieren. Ob es sich dabei um das gezeigte Klapp-Handy handelt, konnten die Samsung-Entwickler nicht bestätigen.

One UI 2

Die neue Benutzeroberfläche One UI 2 basiert auf Android 10 und kommt gegenüber der Vorgängerversion One UI mit zahlreichen Neuerungen. Die Änderungen sind hauptsächlich im Design zu finden, während die neuen Funktionen großteils von Android 10 kommen. 

Ein paar Beispiele: Mit One UI 2 werden mehr Informationen auf Samsung-Smartphones angezeigt, ohne dabei das Interface zu überladen. Die Screen-Fläche soll effizienter und sinnvoller genutzt werden, erklärt die Samsung-Managerin. 

So werden etwa Notification-Pop-ups wesentlich schmäler gehalten, um die Nutzer nicht zu sehr abzulenken. Benachrichtigungen am Sperrbildschirm werden zum Teil halbtransparent dargestellt, so dass noch das Wallpaper durchscheint. 

Die Anzeige am Lockscreen selbst - beispielsweise Datum und Uhrzeit - passt sich farblich automatisch an das gewählte Wallpaper an. Hat man etwa ein sehr helles Hintergrundbild, wird die Uhr Schwarz angezeigt; nutzt man ein dunkles Bild, wird die Uhr Weiß angezeigt.

Außerdem wurden die Accessibility-Features und der Dark Mode erweitert. Auch eine so genannte "Digital Wellness"-Funktion kommt hinzu. Dieses Feature zeigt, welche Apps man wie lange benutzt hat und gibt detaillierte Auskunft über die Screen-Time. Auch Apps lassen sich damit temporär deaktivieren, mit dem Ziel, die Produktivität zu steigern.