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Samariterbund
04/28/2011

Seniorennotruf am Handy startet

Ab Mai bietet der Samariterbund zusammen mit dem Handyhersteller emporia und T-Mobile die erste mobile Rufhilfe an. Das Angebot ist für ältere Menschen gedacht, die bei Freizeitunfällen und Notsituationen auf diese Weise schnell und einfach Hilfe holen können.

von Martin Stepanek

Das heute in Wien vorgestellte System baut auf dem bereits bekannten Heimnotrufsystem auf, zielt aber auf Senioren ab, die viel außerhalb der eigenen vier Wände unterwegs sind. Statt des per Armband getragenen Notrufsenders, der sich in Reichweite der Basisstation und somit des Festnetzes befinden muss, werden die Alarme direkt über das emporia-Handy abgewickelt. Voraussetzung ist ein spezieller T-Mobile-Vertrag.

Notruf per Handy
Um einen Notruf abzusetzen, müssen Kunden nur auf einen Knopf an der Rückseite des Handys drücken. Das Handy wählt zur Samariterbund-Einsatzzentrale durch, wo alle relevanten Personen- und Gesundheitsdaten sowie Kontaktpersonen verzeichnet sind. Über den automatisch aktivierten Freisprech-Modus versuchen die Samariterbund-Mitarbeiter abzuklären, ob ein medizinischer Notfall vorliegt und wo sich die Person befindet. Gegebenenfalls können so gleich ein Einsatzwagen beordert oder Kontaktpersonen verständigt werden.

Das System wird vorerst nur über T-Mobile angeboten, Hartlauer konnte sich diesbezüglich die exklusiven Vertriebsrechte sichern. Darüber hinaus funktioniert das System nur in Österreich, im Ausland ist der Notfallknopf automatisch deaktiviert. Auch weist der Samariterbund dezidiert darauf hin, dass - anders als beim Heimnotruf - eine Kommunikation mit dem Kunden möglich sein muss, um geeignete Schritte einzuleiten.

Keine GPS-Überwachung
Wie die Projektverantwortlichen auf Nachfrage der futurezone bekräftigen, werden die Kunden nicht mittels GPS überwacht. „Wenn aus der Kommunikation klar ersichtlich ist, dass es sich um einen Notruf handelt, die Person aber nicht weiß, wo sie sich befindet, starten wir eine Lokalisierungsanfrage an T-Mobile“, erklärt Christian Wagner, Geschäftsführer des Linzer Samariterbunds. Über diese könne der Anruf örtlich zumindest auf den Umkreis der Funkzelle eingegrenzt werden.

Neben der Aktivalarmierung verfügt das System auch über eine Aktivitäts-Kontrolle. Sollte das Handy binnen 24 Stunden nicht aktiv benutzt worden sein – ein Tastendruck reicht aus – nimmt der Samariterbund Kontakt auf und klärt beim Kunden ab, ob alles in Ordnung ist. Diese Funktion sei allerdings optional verfügbar, da viele Kunden nicht ständig kontrolliert werden wollen, so Wagner. Im Hintergrund findet zudem ein Mal täglich eine technische Kontrolle der Handyfunktionen statt, um sicherzugehen, dass das emporia-Handy einsatzbereit ist.

Für bestehende T-Mobile-Kunden günstiger
Die mobile Rufhilfe wird derzeit nicht im Paket mit dem klassischen Heimnotruf angeboten, sondern fungiert als eigenständiges Service. Neben dem emporia-Handy ist ein Seniorenvertrag (HIT 55 Plus) bei T-Mobile um zehn Euro monatlich (1000 Gesprächsminuten, 100 SMS in alle Netze) Voraussetzung. Die Betreuungsleistung durch den Samariterbund kostet weitere 14,90 Euro im Monat. Für Gerät und Aktivierung fallen für bestehende T-Mobile-Kunden einmalig 98 Euro an, Neukunden kostet das Paket 157,90 Euro.

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