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26.07.2018

Smarte Kleidung von Tommy Hilfiger belohnt für das Tragen

Tommy Hilfigers neueste Kollektion erkennt mit Smart Tags, ob sie getragen wird und belohnt Nutzer dafür.

Tommy Hilfiger will seine Kunden künftig dafür belohnen, wenn diese die Kleidung der US-Marke tragen. Dazu verbaut man einen „Smart Tag“ eines israelischen Start-ups. Beim „Smart Tag“ handelt es sich um einen Bluetooth-Low-Energy-Chip, der sich auf Wunsch mit einem Smartphone und der dazugehörigen App verbindet. Die App erfasst, ob, wo und wie lange ein bestimmtes Kleidungsstück getragen wird und belohnt den Nutzer für diese Information mit Punkten. Diese können wiederum für Gutscheine, Produkte und andere Belohnungen, wie Konzerttickets, eingelöst werden.

Vorerst nur in den USA

Die Technologie soll vorerst nur in der neuesten Kollektion „Tommy Jeans Xplore“ zum Einsatz kommen. Diese umfasst neben Jeans auch Jacken, Hüte, Pullover und Taschen, wobei die Preise zwischen 29 und 139 US-Dollar liegen. Vorerst soll die Kollektion nur in den USA online sowie im Store in New York angeboten werden. Die futurezone hat beim Modekonzern angefragt, ob die „smarte Kleidung“ auch in Europa angeboten werden soll, eine Antwort steht noch aus.

Das Tracking erfolgt laut dem Unternehmen nur dann, wenn sich der Nutzer in der App registriert und sich mit den Smart Tags verbindet. Die auf den Smart Tags gespeicherten Daten seien zudem verschlüsselt, persönliche Daten befinden sich nicht darunter. Diese bleiben in der App, werden aber mit den Nutzungsdaten verknüpft. Welche Daten von der App erfasst werden, verrät der Konzern aber auf Anfrage von Engadget nicht. 

Laut Tommy Hilfiger will man mit der Kleidung eine „Micro-Community von Markenbotschaftern“ schaffen. Das beschreibt auch das israelische Start-up Awear Solutions, das die „Smart Tags“ entwickelt hat, ähnlich. Marken können dem Nutzer Angebote auf das Smartphone schicken. Wenn der Nutzer beispielsweise mit einer bestimmten Tasche auf ein Event geht, bekommt er Zugang zum VIP-WLAN. „Grundsätzlich mobilisieren Marken die Konsumenten, wie man es bislang mit Bloggern gemacht hat, nur in einem viel größeren Ausmaß", sagt Liron Slonimsky, eine der Gründerinnen des Start-ups.