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So helfen Sprachassistenten bei Corona-Verdacht

Wer in den USA lebt, kann Alexa jetzt über das Coronavirus ausfragen. Der Sprachassistent von Amazon kann eine Einschätzung geben, wie hoch das Risiko für eine Infektion ist. Das teilte das Unternehmen in einem auf seinem Blog mit. Glaubt man, an COVID-19 erkrankt zu sein, informiert Alexa darüber, welche nächsten Schritte zu tun sind.

Dafür nutzt der Sprachassistent einen Fragebogen des Center for Disease Control (CDC). Auch in Japan wurde der Service in Zusammenarbeit mit dem japanischen Gesundheitsministerium eingerichtet. Google und Apple haben bereits ähnliche Angebote bereitgestellt. Die Alphabet-Tochter Verily bietet derzeit für einige Regionen im US-Bundesstaat Kalifornien einen Online-Test an, der dabei hilft, in Verdachtsfällen einen Termin beim Arzt zu vereinbaren. Laut Google soll der Test langfristig auch in anderen Regionen verfügbar sein.

"Hey Siri, habe ich das Coronavirus?"

Apple hat seinen Sprachassistenten Siri ebenfalls trainiert, Nutzern in den USA Auskunft über das Infektionsrisiko zu geben. Siri fragt Symptome wie Fieber und Husten ab und rät in Extremfällen, die Rettung zu rufen. Dazu fragt man Siri: "Do I have the Coronavirus?" (Habe ich das Coronavirus?). Daraufhin stellt der Sprachassistent eine Reihe an Fragen, wie der Twitter-Nutzer Orkhan Kerimov in einem kurzen Video zeigt.

"Hilf mir beim Händewaschen"

In Frankreich, Großbritannien, Australien, Brasilien, Kanada, Indien und den USA kann man Alexa bitten, 20 Sekunden lang eine Melodie zu spielen. Das soll dabei helfen, die empfohlene Länge für das Händewaschen einzuhalten.

Auch der Google Assistant hat ein "Hilfe mir beim Händewaschen"-Feature. Mit dem Sprachbefehl spielt der Sprachassistent eine 40-sekündige-Melodie ab. Der Dienst orientiert sich dabei an der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die für das Händewaschen 40, mindestens aber 20 Sekunden vorsieht. Diese Funktion steht auch Nutzern in Österreich zur Verfügung.

Amazon arbeitet an News-Dienst

Alexa kann Tausende Fragen über das Coronavirus beantworten – diese Funktion ist nicht auf die USA beschränkt, sondern wird auf der ganzen Welt angeboten. Amazon arbeitet zudem daran, seine Nutzer schneller mit aktuellen Nachrichten der Regierungen und Medien zu versorgen. In der Zwischenzeit soll man auf die Nachrichten-Apps der Amazon-Geräte zurückgreifen.

Neben den Sprachassistenten gibt es inzwischen auch Smartphone-Apps, die über COVID-19 aufklären. Die WHO hat eine eigene App veröffentlicht, die über das Coronavirus informiert und mit Fake News aufräumen soll. Das Rote Kreuz hat die App "Stopp Corona" entwickelt, mit denen man seine sozialen Kontakte tracken kann, um diese Personen im Falle einer Infektion schneller über das Risiko zu informieren.

Derzeit sind aber auch schadhafte Apps in Umlauf, die mit Informationen zum Coronavirus werben, dann allerdings die Nutzer erpressen. Daher sollte man bei der Installation solcher Software nur auf verlässliche Quellen vertrauen.

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Franziska Bechtold

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