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21.06.2018

So kann man seine Pebble auch nach Ende Juni weiter nutzen

Mit Ende des Monats werden die Pebble-Server abgeschaltet. So kann man die Smartwatch auch danach in vollem Umfang nutzen.

Die Pebble-Smartwatch galt einst als bislang erfolgreichstes Kickstarter-Projekt. Der anfängliche Hype hielt jedoch nicht lange, das Start-up kam nie in die Gewinnzone und wurde schließlich an Fitbit verkauft. Fitbit will die Marke nicht weiter betreiben, sondern integriert Patente und Mitarbeiter in das eigene Unternehmen.

Die Unterstützung für sich im Umlauf befindliche Pebble-Uhren wird nun mit Ende Juni 2018 endgültig eingestellt. An diesem Tag schaltet Fitbit die Server ab.

Was weiterhin funktionieren wird

Pebble-Besitzer können dann ihre Uhren theoretisch auch ohne diese Server eingeschränkt weiterverwenden. Alle Anwendungen, die keine Server benötigen, werden wie gewohnt nutzbar sein. Dazu zählen etwa Benachrichtigungen vom Handy sowie die Gesundheitsfunktion Health. Auch bereits heruntergeladene Apps und Watchfaces, die keinen Wetterbericht enthalten, werden weiter funktionieren. Anwender müssen dazu gar nichts tun, sondern lediglich die Pebble-Android-App weiterhin installiert lassen. Mit Updates wird jene allerdings nicht mehr versorgt.

Was nicht mehr funktioniert

Mit Juli 2018 werden die Funktionen abgeschaltet, die Server-Zugriff benötigen. Dazu zählt etwa die Wettervorhersage, die zahlreiche Watchfaces enthalten. Auch die Spracherkennung läuft extern über Server und wird aus diesem Grund nicht mehr funktionieren.

Außerdem wird es künftig keine Updates der App oder Firmware mehr geben. Auch neue Apps und Watchfaces können nicht mehr über den offiziellen App-Store installiert werden, da jener ebenfalls offline geht. Sie müssen extern heruntergeladen und anschließend auf der Uhr installiert werden.

Rebble

Das Community-Projekt Rebble hat es sich zum Ziel gesetzt, Pebble-Uhren aber weiterhin mit erweitertem Funktionsumfang am Leben zu erhalten. Dazu wird Rebble selbst Server betreiben, die die alten Pebble-Server ersetzen. Hinter dem Projekt steht unter anderem die ehemalige Pebble-Programmiererin Katherine Berry.

Rebble will die verbliebenen Pebble Uhren also mit einem eigenen App Store sowie mit Wetter-Funktionen und Spracherkennung versorgen. Auch hier können Pebble-Besitzer einfach die gewohnte App weiterverwenden. Wie Berry schreibt müsse lediglich ein Link auf dem Handy angeklickt werden, um auf die Rebble Web Services umzustellen.

Längerfristig arbeitet das Team allerdings auch an einer eigenen Firmware. Wann jene bereit sein wird, ist allerdings nicht absehbar. Die gewohnte Pebble-App und Firmware soll von Rebble „in absehbarer Zukunft“ weiterhin unterstützt werden.

Was kostet es?

Services wie der App Store sollen kostenlos angeboten werden. Wetter und Spracherkennung sollen kostenpflichtig aber „nicht teuer“ werden, wie es heißt. Will man dafür nicht bezahlen, kann man die Pebble dennoch normal verwenden. Erst beim Versuch, die Spracheingabe zu starten, wird eine Fehlermeldung erscheinen, wie das Rebble-Team angibt.  

Rechtzeitig registrieren

Pebble-Besitzer sollten sich bereits jetzt für ein Rebble-Konto hier anmelden. Nur dann können Einstellungen und Apps vom noch aktiven Pebble-Account übertragen werden. Weitere Informationen sollen in den nächsten Tagen auf der Rebble-Website veröffentlicht werden.