Shop-Hack war T-Mobile seit einer Woche bekannt

© Gerhard Deutsch/APA

Mobilfunk
03/17/2011

T-Mobile lockt Kunden in die Cloud

Mit dem „Mediencenter“ können T-Mobile-Kunden in Zukunft ihre Daten auf zentralen Servern speichern und mittels Mobiltelefon, Computer oder Tablet darauf zugreifen. Ein Gigabyte ist gratis, mehr Speicherplatz wird in einer kostenpflichtigen Premium-Version angeboten werden.

von Thomas Prenner

T-Mobile will mit dem sogenannten "Mediencenter" Cloud-Storage als Massenmarktprodukt etablieren. Das sagte CEO Robert Chvátal und Marketing-Geschäftsführerin Maria Zesch am Donnerstag in Wien. Mit dem neuen Produkt kann der User Fotos, Musik, Videos und andere Dateien auf einem zentralen Server abspeichern und dann über verschiedene Endgeräte darauf zugreifen. Dazu wurden Applikationen für Android, das iPhone und das iPad, sowie eine Flash-basierte Lösung für konventionelle Browser entwickelt. "Wir wollen Cloud Computing für jeden", kündigt Chvátal an.

Ab 22. März sollen den Kunden drei Pakete mit unterschiedlichen Speichergrößen angeboten werden. Die kleinste Variante bietet einen GB Speicher und steht allen Kunden kostenlos zur Verfügung. Zehn GB Speicher werden 2,90 Euro pro Monat kosten, für 100 GB werden fünf Euro pro Monat fällig. Für das Streamen der Inhalte fallen im T-Mobile-Netz weder zusätzlichen Kosten an, noch wird das inkludierte Datenvolumen belastet. Uploads, etwa Handy-Fotos oder Videos, werden jedoch dem monatlichen Transfervolumen abgezogen.

Trend zu mobilen Multimediainhalten
"Cloud-basierte Speicherlösungen sind ein Trend, der nicht mehr aufzuhalten ist", sagte Chvátal.

Laut einer gleichzeitig präsentierten Studie werden auch Multimedia-Inhalte immer beliebter. „Das Datenaufkommen wird immer deutlicher von Videos beherrscht", stellte Chvátal fest. Im Netz von T-Mobile wurden etwa im Februar bereits 51 Prozent des Datenvolumens Videos zugerechnet. Im Vergleich dazu waren es im Juni 2010 noch 35 Prozent.

Auch die Datennutzung auf Smartphones hat sich im laufe des vergangenen Jahres fast vervierfacht. Laut T-Mobile fielen 2009 rund vier Prozent des Datentransfers auf Smartphones, der Rest auf mobiles Breitband. 2010 schlugen Android, iPhone und Co. Bereits mit 14 Prozent zu Buche. Das gesamte Datenaufkommen im Netz von T-Mobile stieg zwischen 2009 und 2010 von rund 3200 auf knapp 4300 Terabyte.

Neue Tarifmodelle
T-Mobile will auch mit neuen Tarifmodellen um  Kunden werben und hat die "HIT"-Tarif aktualisiert. Das Basispaket „HIT1000“ bietet nun um zehn Euro monatlich tausend Freiminuten in alle Netze an, bei „HIT2000“ sind um 20 Euro noch zusätzlich 1000 SMS und unlimitierter Datentransfer inkludiert. Das Spitzenangebot „HIT4000“ bringt um 35 Euro 2000 Minuten, 2000 SMS und ebenfalls unlimitierten Transfer. Darüber hinaus wurde der Jugendtarif „HITYoungstar“ überarbeitet. Um 19 Euro gibt es 1500 Minuten in alle Netze und 1000 SMS.

„Unlimitiert“ aber verlangsamt
Hier muss allerdings bedacht werden, dass der unlimitierte Datentransfer von einer „Speed-step-Down“-Regelung betroffen ist. Ist ein gewisses Datenvolumen verbraucht, reduziert sich die Download-Geschwindigkeit deutlich. Bei dem Paket HIT2000 wird ab einem GB Transfer gedrosselt, bei HIT4000 sind es drei GB.

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