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09/18/2020

Tödliche Stromunfälle: Warnung vor Billigprodukten im Internet

Deutsche Elektrotechniker beobachten mit “großer Sorge” den Trend, wonach das Missachten von Standards zu Fehlfunktionen führen könne.

Der deutsche Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) warnt vor Billigprodukten im Internet im Hinblick auf möglicherweise tödliche Stromunfälle. „Immer mehr im Internet verkaufte Billigprodukte entsprechen nicht den europäischen Sicherheitsstandards”, wird Ansgar Hinz, CEO des VDE in einer Presseaussendung zitiert.

Der VDE beobachte mit “großer Sorge” diesen Trend, wie Hinz erklärt. Das Missachten der Normen und Standards könnte zu Fehlfunktionen, Kurzschlüssen und Sicherheitsproblemen führen. Bei Produkten, die keine Sicherheitszeichen wie das VDE Dreieck vorweisen können, solle man aufpassen.

Zuletzt habe die Zahl der Stromunfällen mit tödlichem Ausgang in Deutschland zugenommen, wenn auch auf niedrigem Niveau.  Verglichen mit dem historischen Minimum im Jahr 2016 mit 34 Todesfällen stieg die Zahl in 2018 um 24 Prozent. Als eine mögliche Erklärung sieht Thomas Raphael, Unfall- und Blitzschutzexperte beim VDE unter anderem die vermehrte Verwendung von Ladegeräten im Badezimmer. 

Österreich

Auch in Österreich kommt es vereinzelt zu Unfällen mit Ladegeräten im Badzimmer. Jene sind auch bereits tödlich ausgegangen, warnt der Verein für Konsumenteninformation (VKI) und wies im Juli auf die Gefahr durch Elektrogeräte hin. Die letzten aktuellen Statistiken zeigen aber auch, dass sich in Österreich die entsprechenden Zahlen auf niedrigem Niveau bewegen. 2018 kam es hierzulande zu 151 Elektrounfälle (ohne Blitzunfälle), zwei davon waren tödlich.

Leichtsinn sei laut dem VKI dennoch fehl am Platz. „Wir sind alle technikgläubig, glauben, es kann eh nix passieren“, warnt der Sachverständige für Elektrotechnik Franz Krautgasser. Nicht zu unterschätzen sei die Brandgefahr durch schadhafte Elektroinstallationen oder -geräte oder durch überlastete Leitungen. Jährlich seien 1000 Brände darauf zurück zu führen. 

FI-Schalter

Der VKI rät dazu, den Fehlerstromschalter (FI-Schalter – „F“ steht für Fehler, „I“ für das Formelzeichen der Stromstärke) regelmäßig zu testen bzw. zu betätigen. Wird er jahrelang nicht betätigt, reagiert er immer langsamer, was zum Problem werden könne. Man solle den Schalter im März und Oktober (eine gute Gelegenheit und Erinnerung wäre die Zeitumstellung) darum probeweise auslösen, damit er nicht „einrostet“.

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