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20.04.2011

Toshiba geht mit Android-Tablet ins Rennen

Wie der Elektronikhersteller heute in Tokio bekanntgab, wird das auf den Namen Regza AT300 getaufte Tablet im Juni in Japan auf den Markt kommen. Dabei handelt es sich um ein Zehn-Zoll-Gerät auf Android-3.0-Basis. Die selbstgesteckte Latte im Tablet-Markt liegt bei zehn Prozent Marktanteil bis 2013.

Das vorerst nur in Japan auf den Markt kommende Tablet verfügt über eine Display-Auflösung von 1280 mal 800 Pixel, darüber hinaus verspricht Toshiba einen spiegelarmen Bildschirm, der auch im Freien gut nutzbar sein soll. Wie bei vergleichbaren Tablets der Android-Konkurrenz ist das Regza AT300 mit zwei Webkameras – zwei Megapixel vorne, fünf Megapixel hinten – ausgestattet. Anschlüsse beinhalten USB, Mini USB, HDMI und einen SD-Kartenslot.

500 Euro Verkaufspreis
In Japan wird das Tablet für umgerechnet 500 Euro (60.000 Yen) verkauft werden. Ein Verkaufsstart für die USA und Europa stehen derzeit noch nicht fest. Dennoch hat Toshiba bereits angekündigt, bis 2013 zehn Prozent Marktanteil erobern zu wollen. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, zumal Toshiba mit dem geplanten Markteintritt eher zu den Nachzüglern zählt. Zugute kommen könnten dem Elektronikkonzern die eigenen Produktionskapazitäten bei Bildschirmen, auf die neuesten Informationen zufolge auch Apple für die iPhone-Produktion zurückgreifen will.

Darüber hinaus experimentiert Toshiba bereits recht erfolgreich mit brillenlosen 3D-Displays. So wurde neben dem Tablet heute mit dem Dynabook Qosmio T851/D8CR auch das erste Notebook angekündigt, dass sowohl 2D als auch 3D ohne Spezialbrille erlebbar macht. Das Notebook wird ebenfalls zunächst im japanischen Markt eingeführt und soll dort ab Ende Juli verfügbar sein.

3D auch für Tablet?
In weiterer Folge könnte der Konzern schließlich versuchen auch im Tabletbereich mit einem derartigen Angebot zu punkten. Die Entscheidung Toshibas, in den Tabletmarkt einzusteigen, deutet jedenfalls darauf hin, dass der Konzern die neue Gerätekategorie ernster nimmt als seinerzeit die Netbooks. Anders als andere Hersteller war Toshiba nämlich nie auf den Netbook-Hype aufgesprungen und reagierte auch auf Apples iPad zunächst zurückhaltend. Dies dürfte nun vorbei sein.