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07.09.2016

Touch statt Tastatur: Lenovo Yoga Book ausprobiert

Anstatt einer gewöhnlichen Tastatur hat das Yoga Book von Lenovo eine berührungsempfindliche Fläche, die auch als Grafik-Tablet genutzt werden kann.

Lenovo versucht sich bei dem Yoga Book an einem neuen Konzept. Das Klappgerät ist wie ein Laptop mit Touchscreen aufgebaut. Anstatt einer Tastatur findet sich aber eine glatte Fläche, die auf Berührungen reagiert. Wahlweise kann dort eine Tastatur eingeblendet werden, über die man wie tippen kann.

Ein Vorteil dieses Aufbaues ist, dass die Touch-Fläche dünner ist, als eine gewöhnliche Tastatur. Dadurch ist das ganze Gerät sehr kompakt und passt wohl in jede Tasche. Die Verarbeitung ist gut gelungen. Trotz des dünnen Aufbaus wirkt das Yoga Book nicht fragil, sondern stabil und widerstandsfähig.

Tippgefühl

Eine normale Tastatur kann die Touch-Fläche trotz eingeblendeter Tasten nicht ersetzen. Es fehlt das Ertasten, wo man gerade ist und jede Form von Feedback. Ein paar E-Mails damit zu tippen kann ich mir gut vorstellen, längere Texte dürften aber mühsam sein.

Die Touch-Oberfläche als Grafik-Tablet zu benutzen ist da produktiver. Die Oberfläche präsentiert sich im ersten Kurztest als reaktionsfreudig und erkennt zuverlässig Handschrift und Zeichnungen.

Eine witzige Funktion ist, dass die Touch-Oberfläche Notizen auf Papier gleichzeitig digitalisieren kann. Dazu legt man einfach ein herkömmliches Blatt Papier darauf. Laut Lenovo soll das sogar mit einer Papierserviette funktionieren. Jetzt schreibt man mit dem mitgelieferten Stift auf das Papier. Die Notizen hat man dann sowohl auf dem Papier als auch digital aufgezeichnet.

Unpraktisch ist, dass der benötigte Stift gleichzeitig der Stylus ist. Will man ihn wieder als Stylus verwenden, muss der User die Kugelschreibermine durch die Stylus-Spitze austauschen. Im Lieferumfang sind laut Lenovo drei Kugelschreiberminen und eine Stylusspitze enthalten.

Galerie: Lenovo Yoga Book im Hands-on

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Erster Eindruck

Das Konzept der Touch-Tastatur ist durchaus interessant. Besonders Grafiker oder kreative Menschen dürften sich über das kompakte Eingabegerät freuen. Wer viel und lange Texte tippt, wird mit dieser Art der Eingabe aber nicht viel zufriedener sein, als mit einem gewöhnlichen Touchscreen. Bedenken muss man außerdem, dass die Leistung aufgrund des Intel Atom Prozessors nicht gerade für aufwändige Grafik-Programme geeignet ist.

Daher wird das Yoga Book vermutlich ein Zweit- oder Drittgerät für Grafiker oder Stylus-Begeisterte werden. Dem dürfte sich Lenovo bewusst sein und hat deshalb den Preis nicht allzu hoch angesetzt. Mit Android als Betriebssystem soll das Yoga Book 499 Euro kosten, mit Windows 10 kommt das Gerät auf 599 Euro.

Alle wichtigen News rund um die IFA 2016 in Berlin findet ihr hier.

Disclaimer: Die Reisekosten der futurezone-Redakteure zur IFA werden von Samsung, Sony und der futurezone selbst bezahlt.