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WLAN-Netz
10/19/2015

UPC beginnt mit dem Roll-out von Wi-Free

Mit Wi-Free wird das WLAN-Netz von UPC-Kunden automatisch für andere UPC-Kunden freigegeben. So soll "das größe WLAN Österreichs" geschaffen werden.

Wie UPC vor einigen Wochen angekündigt hat, wurde am 19. 10. mit dem Roll-out von Wi-Free gestartet. Das Konzept ist nicht unumstritten. Einige Kunden befürchten, dass ihre Router jetzt einfacher angreifbar sind oder die Up- und Downloadgeschwindigkeit geringer ist.

So funktioniert es

Wi-Free funktioniert folgendermaßen: WLAN-Kunden von UPC nehmen automatisch daran teil, in dem ihr eigenes Modem für ein zweites, unabhängiges WLAN freigeschalten wird. Das heißt, das Heim-Modem der einzelnen Nutzer wird dazu verwendet, ein zweites WLAN-Netz aufzubauen. Wer Wi-Free selbst nutzen möchte, muss sich über das Online-Kundenportal MyUPC anmelden, seine UPC-Benutzerdaten angeben und ein Wi-Free-Passwort festlegen. Als Teil der Wi-Free Community surfen Nutzer in Folge gratis mit, wenn sie Teil der Wi-Free-Community werden.

Wer sein Modem nicht daran teilnehmen lässt, kann Wi-Free allerdings auch selbst nicht nutzen. Nutzer können Wi-Free händisch über MyUPC deaktivieren. "Wi-Free steht grundsätzlich allen Internetkunden von UPC kostenlos zur Verfügung. Daher finden generell – wie bei der Nutzung eines UPC Internet Anschlusses von UPC – die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der UPC Anwendung. Allgemeine Geschäftsbedingungen ausschließlich für Wi-Free gibt es nicht", heißt es auf futurezone-Anfrage.

Separate Netzwerke

In Graz gab es seit längerem ein Wi-Free Pilotprojekt, in den Niederlanden, Rumänien, Ungarn, Irland, Polen, Tschechien, Ungarn und der Schweiz gibt es Wi-Free ebenfalls bereits. Österreichische Wi-Free-User können den Service in den anderen Länfern ebenfalls nutzen und so Roaming-Gebühren sparen.

UPC betont auf seiner Website, dass es sich dabei um ein „zweites, unabhängiges WLAN-Netz“ handle und die Privatsphäre der einzelnen Nutzer gewährleistet bleibe. "Ihr WLAN-Modem von UPC sendet auf zwei separaten drahtlosen Netzwerken. Diese sind komplett voneinander getrennt", heißt es dazu auf der Website.

"Jedes Endgerät, das eine Verbindung mit Wi-Free herstellt, erhält eine öffentliche IPv4-Adresse. Somit ist gewährleistet, dass die einzelnen Geräte untereinander keine Verbindung herstellen können. Dies dient unter anderem als vorbeugende Maßnahme gegenüber einem potenziellen Missbrauch", erläutert UPC auf Anfrage.

Auch Einfluss auf die Bandbreite der Nutzer soll es keinen geben, weil das Heimnetzwerk des Kunden immer prioritisiert werde, so UPC. Wenn die Anmeldung bei Wi-Free einmal nicht funktioniert, kann das unter anderem daran liegen, dass mehr als fünf Teilnehmer an einem Standort angemeldet sind. Hier liegt, wie UPC selbst betont, die Grenze.