© Thomas Prenner

Smartphones
02/27/2012

Wasserdichtes Phone soll Standard werden

Mittels eines einfachen Prozesses kann jedes handelsübliche Smartphone komplett wasserdicht gemacht werden. Während Liquipel die Behandlung für Endkunden anbietet, will HzO den Prozess in die Produktion jedes Smartphones integrieren. Die futurezone hat die Methoden schon mit iPhones, Android-Smartphones und Tablets ausprobiert.

Das Unternehmen Liquipel macht Smartphones wasserdicht, ohne sie in Hüllen zu stecken. Die Geräte werden mit einem speziellen Gas behandelt und dadurch versiegelt. Die Leitfähigkeit aller Anschlüsse bleibt trotzdem erhalten. Nach der Behandlung sieht das Smartphone nicht anders aus als vorher und fühlt sich auch nicht anders an. Die Robustheit des Gerätes konnte im Rahmen des Mobile World Congress eindrucksvoll bewiesen werden.

Um ein bestehendes Smartphone entsprechend zu präparieren, muss das Gerät nur per Post an Liquipel gesendet werden. Einen Tag nach Einlangen wird es wieder an den Kunden zurückgeschickt. Die Prozedur dauert dabei insgesamt 30 Minuten und kostet knapp 60 US-Dollar (45 Euro). Kevin Bacon, President von Liquipel, kündigte im Gespräch mit der futurezone an, dass das Unternehmen demnächst auch in Europa Fuß fassen will. In sechs Monaten bis einem Jahr soll auch hier ein eigener Standort gegründet werden.

Wasserdicht als neuer Standard
Das Unternehmen HzO arbeitet mit einem sehr ähnlichen System wie Liquipel, bietet es aber nicht für Endkunden an. HzO will Handyhersteller davon überzeugen, das Verfahren in den Produktionsprozess einzubauen und somit zum Standard zu machen. Ähnliches hat zuvor schon Gorilla Glass geschafft, dessen stabiles Glas die Smartphone-Displays von vielen namhaften Herstellern schützt. Scott Gordon von HzO ist überzeugt, dass "große Herstellern schon in sechs Monaten bis einem Jahr" ihre Geräte mit dem Verfahren seines Unternehmens wasserdicht machen werden.

Das Verfahren von HzO sei ausgereifter als das vom Konkurrenten Liquipel und ermögliche es auch, die präparierten Geräte wochenlang unter Wasser zu halten. Laut dem Unternehmen wird der Produktionsprozess dadurch nicht verlangsamt und die anfallenden Kosten seien minimal.

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