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04.08.2016

Windows 10 warnt User vor Chrome und Firefox

Eine neue Warnung von Windows 10 sorgt bei Usern für Unmut. So drängt das Betriebssystem beim Gebrauch von Firefox und Chrome seit neuestem zum eigenen Browser Edge.

"Chrome saugt Deinen Akku schneller leer - Wechsel zu Microsoft Edge für 36 Prozent mehr Zeit zum Browsen", lautet der seit einigen Wochen bei Laptop- und Tablet-Usern aufpoppende Hinweis. Auch Firefox-Nutzer sollen von der kaum dezenten Warnung betroffen sein. Damit eröffnet Microsoft eine neue Runde im Browser-Krieg bzw. will zumindest das grottige Image des Edge-Vorgängers Internet Explorer endlich vergessen machen.

Kampagne seit Juni

Mit den eingeblendeten Warnungen verschärft Microsoft seine bereits im Juni gestartete Kampagne, die in erster Linie den Google-Browser diskreditieren soll. Damals hatte Microsoft Tests publiziert, die beweisen sollten, dass ein Windows-10-Laptop durch die Verwendung von Chrome mehrere Stunden Akkulaufzeit verliert, während Edge der ressourcensparendste Browser sein soll. Die Testreihe sei auch durch das Datenmaterial von Millionen Windows-10-Geräten gestützt, hieß es damals.

Microsofts unrühmliche Vergangenheit beim Thema Browserkriege ist bekannt. Der Windows-Hersteller sorgte mit nicht immer feinen Mitteln dafür, dass Marktführer Netscape von der Bildschwäche verschwand, um dann den eigenen Internet Explorer jahrelang nicht weiterzuentwickeln. Mitleid mit Chrome muss man allerdings auch keines haben. So übte sich auch Google in den vergangenen Jahren kaum in Zurückhaltung, was das Promoten von Chrome über die Google-Einstiegsseite betrifft. Man darf gespannt sein, ob Microsoft mit seinem immer noch recht neuen Browser bei Windows-10-Usern Gehör finden wird.