© Xiaomi

Produkte
02/24/2019

Xiaomi bringt Spitzenmodell Mi 9 mit Kampfpreis nach Europa

Das neue Xiaomi Mi 9 will mit einem niedrigen Preis, Fingerprintsensor im Display und einer hochwertigen Kamera punkten.

Das Mi 9 hat Xiaomi bereits für den chinesischen Markt präsentiert und damit zumindest zum Teil Samsung die Show gestohlen. Der Nachfolger des Mi 8 kommt mit einigen Neuerungen, die vor allem die Kamera, das Display und den Fingerabdrucksensor betreffen.

Neben dem Mi 9 hat Xiaomi noch zwei weitere Modelle des neuen Flaggschiffs präsentiert: das Mi 9 SE und das Mi 9 Explore.

Xiaomi Mi 9

Das Mi 9 verfügt über einen 6,39 Zoll großen AMOLED-Screen mit einer Auflösung von 1080x2340 und einem Format von 19,5:9, woraus sich eine Pixeldichte von 403 PPI ergeben. Corning Gorilla Glas 6 schützt das Display.

Kleiner Notch und Triple-Kamera

Im Gegensatz zum Mi 8 hat Xiaomi beim Mi 9 den Notch wesentlich verkleinert. Dieser ist nun deutlich schmäler und kommt in Tropfenform. Die Selfie-Kamera, die in der Display-Einkerbung verbaut ist, löst mit 20 MP (f/2,0) auf.

Der Hauptkamera auf der Rückseite hat Xiaomi eine weitere Linse verpasst, sodass diese nun über insgesamt drei Linsen verfügt: eine 48-MP-Linse (f/1,8), die auf Sonys IMX586-Chip setzt; ein Weitwinkelobjektiv mit 16 MP (f/2,2) und ein Teleobjekt für zweifachen optischen Zoom mit einer Auflösung von 12 MP (f/2,2).

Bei den Kameraspezialisten von DxOMark liegt das Mi 9 bei der Gesamtwertung - Video und Foto - auf dem zweiten Platz bei Smartphones und muss sich lediglich dem Huawei Mate 20 Pro, Huawei P20 Pro und dem Samsung Galaxy S10 Plus geschlagen geben, die sich allesamt den ersten Platz teilen.

Fingerprintsensor im Display

Der Fingerprintsensor wandert, wie schon beim Mi 8 Pro, unter das Display. Beim Mi 8 Pro wurde die Trägheit des Fingerabdrucksensor häufig kritisiert. Xiaomi behauptet, dass der In-Screen-Fingerprintsensor beim Mi 9 nun wesentlich weniger anfällig für Fehler sein und deutlich schneller arbeiten soll. Laut Xiaomi ist dieser beim Mi 9 um 25 Prozent schneller als noch beim Mi 8 Pro.

Als Prozessor dient ein Snapdragon 855, als GPU eine Adreno 640. Beim Speicher hat man die Wahl zwischen 64 und 128 GB mit jeweils 6 GB RAM.

Auf einen 3,5mm-Kopfhöreranschluss muss verzichtet werden. Dafür legt Xiaomi aber einen USB-C-Klinken-Adapter bei.

Kabelloses Laden

Auch bei der Akkutechnologie gibt es Verbesserungen gegenüber dem Mi 8: Hier kommt ein 3300-mAh-Akku zum Einsatz, der sich auch kabellos mit 20W aufladen lässt. Damit soll sich das Mi 9 in 90 Minuten auf 100 Prozent laden lassen. Kabelgebunden per USB-C kann mit 27W geladen werden. 

Um die Lesbarkeit des Screens bei allen Lichtbedingungen zu verbessern, bringt Xiaomi beim Mi 9 den so genannten "Reading Mode 2.0" sowie den "Sunlight Mode 2.0". Die Maximalhelligkeit ist mit 600 Nits hoch, ebenso das Kontrastverhältnis von 6000:1.

Android 9.0 Pie und die Xiaomi-Benutzeroberfläche MIUI 10 dienen als Betriebssystem.

Preis und Verfügbarkeit

Der Preis für die kleinste Speichervariante beginnt bei 449 Euro. Die 128/6 GB Version wird 499 Euro kosten. Das Mi 9 soll noch im März in Österreich zu haben sein. 

Xiaomi Mi 9 SE

Neben dem neuen Spitzenmodell hat Xiaomi in China auch eine abgespeckte Version des Mi 9, das Mi 9 SE, präsentiert. SE steht hierbei für Special Edition.

Das kleinere Mi 9 SE kommt nicht nur mit einer leicht abgespeckten Hardware, sondern auch mit einem etwas kleinerem Bildschirm. Der AMOLED-Screen misst in der Diagonale 5,97 Zoll, löst aber ebenso mit 1080x2340 Pixeln auf. Daraus ergibt sich eine etwas höhere Pixeldichte von 432 PPI.

Das Display-Format beträgt ebenso 19,5:9, wird aber "nur" von Corning Gorilla Glas 5 geschützt. Auch das Mi 9 SE hat den Fingerprintsensor im AMOLED-Display integriert.

Ebenso drei Kameralinsen

Beim Mi 9 SE kommt ein etwas schwächerer Snapdragon 712 mit einer Adreno 616 zum Einsatz. Als Speichervarianten gibt es 64 und 128 GB mit jeweils 6 GB RAM.

Die Hauptkamera auf der Rückseite kommt ebenso mit drei Linsen: eine mit 48 MP und einer Blende von f/1,8; eine mit 13 MP (f/2,4), welche für Weitwinkelaufnahmen zuständig ist und die dritte Linse ist ein Teleobjektiv mit 8 MP und einer Blende von f/2,4. Die Selfie-Kamera, die sich hinter dem kleinen Tropfen-Notch versteckt, kann Fotos mit 20 MP und einer Blende von f/2,0 aufnehmen.

Der Akku hat eine Kapazität von 3070 mAh und kann kabelgebunden mit 18W geladen werden. Eine Option für kabelloses Laden gibt es beim Mi 9 SE nicht. Auch das abgespeckte Mi 9 hat keine herkömmliche Kopfhörerbuchse.

Preis und Verfügbarkeit

Für das Mi 9 SE gibt es noch keinen exakten Starttermin für Österreich. Wie Xiaomi gegenüber der futurezone erklärt, könnte es im Mai soweit sein. Auch über den Preis gibt es noch keine Informationen. Es wird aber noch eine Spur günstiger sein als das reguläre Mi 9.

Xiaomi Mi 9 Explore

Neben dem regulären Mi 9 und dem abgespeckten Mi 9 SE hat der chinesische Hersteller in seinem Heimatland auch noch ein Premium-Modell präsentiert. Die Ausstattung des Mi 9 Explore ist nahezu deckungsgleich mit dem Mi 9.

Kamera, Display, Akku, Fingerprintsensor und Prozessor bleiben gleich. Nur bei den Speichervarianten setzt die Explore-Edition noch eines drauf: Es kommt mit 256 GB internen Speicher und 12 GB RAM.

Transparente Rückseite

Ein Hingucker beim Mi 9 Explore ist die Rückseite des Geräts. Sie ist, wie schon beim Mi 8 Pro transparent und zeigt elektronische Komponenten des Smartphones.

Allerdings handelt es sich dabei nicht um die echten Komponenten - die Nachbildungen dienen lediglich der besseren Optik.

Preis und Verfügbarkeit

Auch beim Mi 9 Explore ist die Verfügbarkeit noch unklar. In China ist es jedenfalls empfindlich teurer und kostet umgerechnet ungefähr 530 Euro.