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Science
11/08/2019

Arktis-Eisbrecher hat Internetzugang mit 120 Mbit/s

Die Expedition MOSAiC wird vom Start-up Kepler mit nie zuvor in der Arktis erreichten Internet-Geschwindigkeiten versorgt.

Die Teilnehmer der Expedition MOSAiC haben es auf sich genommen, sich im ewigen Eis der Arktis an Bord eines Eisbrechers festsetzen zu lassen und mit dem Eis durch das Nordpolarmeer zu treiben - ein ganzes Jahr lang. Wenigstens haben sie eine gute Internetverbindung an Bord. Dank des Satelliten-Start-ups Kepler wurden nun 120 Megabit pro Sekunde Download- und 38 Mbit/s Uploadgeschwindigkeit gemessen.

Zwei Nanosatelliten

Ermöglicht wird die Breitband-Verbindung durch zwei Nanosatelliten, die sich auf einer Polar-Umlaufbahn um die Erde bewegen. Die beiden Satelliten sind angeblich die einzigen, die die Nord- und Südpolregionen mit Breitband-Internet beliefern können, heißt es in einer Presseaussendung von Kepler Communications. Für die Wissenschaftler an Bord des deutschen Eisbrechers Polarstern ist die Technologie sehr willkommen.

19 Länder

Dank der Internetverbindung kann das multidisziplinäre Team erhobene Daten sofort an Forschungsinstitutionen in aller Welt zur Analyse weiterleiten und mit der Außenwelt in Kontakt bleiben. Institutionen aus 19 Ländern sind an dem Projekt beteiligt. Auch die Universität Wien ist Teil von MOSAiC. Die einjährige Forschungsmission kostet 158 Millionen Euro und stellt die größte Expedition in die Artkis aller Zeiten dar.