Science
28.08.2015

Astronauten schießen Fotos von "Roten Kobolden"

ISS-Astronauten entdecken über Nordamerika gleich zwei "Rote Kobolde", seltene atmosphärische Phänomene, an einem Tag.

Astronauten auf der ISS haben gleich zwei "Rote Kobolde" an einem Tag fotografiert. Ein "Roter Kobold" ("Red Sprite") ist ein Kaltplasma-Phänomen, das über Gewitterwolken auftaucht. Sie zeigen elektrische Entladungen an, die jedoch wesentlich geringere Temperaturen als herkömmliche Blitze aufweisen. Rote Kobolde können sich bis in eine Höhe von 100 Kilometern über der Erdoberfläche erstrecken.

In einem der Fotos sieht man einen Roten Kobold über den US-Bundesstaaten Illinois und Missouri. Nur drei Minuten später nahm die ISS-Crew einen weiteren Roten Kobold vor der Küste von El Salvador wahr, berichtet die NASA auf ihrer Earth-Observatory-Webseite. Rote Kobolde treten vermutlich bei sehr großen Gewittern auf.

Wie Mashable berichtet, werden Rote Kobolde bereits seit vielen Jahren aus dem Weltraum erforscht. Erstmals wurden die Entladungen von Piloten entdeckt. Ihren Schilderungen wurde anfänglich jedoch kein Glauben geschenkt. Seit 1989 werden die Roten Kobolde gezielt fotografiert.