Science
28.12.2018

China will in Kürze auf der dunklen Seite des Monds landen

Das Landemodul mit dem Rover könnte bereits in wenigen Tagen auf der Mondoberfläche aufsetzen.

Chinas jüngste Mondmission Chang'e 4 könnte bereits in den ersten Tagen des neuen Jahres in seine entscheidende Phase kommen. Wie Techradar berichtet, ist eine Landung ab 31.12 möglich, höchstwahrscheinlich wird sie sich aber um einige Tage verzögern und irgendwann im frühen Jänner stattfinden. Einen genauen Zeitplan nennt die chinesische Weltraumagentur allerdings nicht.

Die Landung dürfte am Online-Kanal von China Central Television live übertragen werden. Die entsprechende Webseite ist allerdings in der EU blockiert.

Die Landestelle befindet sich auf der von der Erde abgewandten Seite des Mondes, was die Kommunikation zu dem Rover erschwert. Aus diesem Grund hat China den Satelliten Queqiao in die Mondumlaufbahn geschickt, der Signale weiterleiten soll.

An Bord des Landemoduls befindet sich ein Rover, der möglichst unbeschadet auf der Mondoberfläche ankommen soll. Bei dem Gerät handelt es sich um eine Weiterentwicklung des ersten Mond-Rovers „Jadehase“, der 2013 gelandet ist.

Experimente

Die Landestelle befindet sich in der Nähe des Südpols des Mondes und ist von schwierigem Gelände geprägt. Wenn die Landung gelingt, wird der Rover dort diverse Experimente durchführen, darunter eine Messung niederfrequenter Radiowellen aus dem All, die von der Abschirmung von Erdsignalen durch den Mond profitieren würde. Auch Kartoffelsamen sollen in einem Versuch gesät werden.

China will seine Position als Weltraummacht stärken und im Rahmen einer nächsten Mission auch Mondgestein zur Erde transportieren. Künftig will man außerdem eine eigene Raumstation bauen.