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COVID-19-Simulator zeigt, was in Innenräumen gefährlich ist

Die Unternehmensberatung PwC hat gemeinsam mit dem AIT und dem Samariterbund ein Simulationswerkzeug entwickelt, mit dem die Ausbreitung von Coronaviren anschaulich demonstriert werden kann. Mit dem Covid-19 Simulator kann man genau erkennen, wie sich Aerosole in unterschiedlichen Räumen bei variierbaren Bedingungen ausbreiten. Die gängigen Schutzmaßnahmen wie Maske tragen, regelmäßig lüften und Abstand einhalten wurden dabei als wirkungsvoll bestätigt. Es gibt aber einige Erkenntnisse, die bisher weniger bekannt sind.

Virusschleuder Callcenter

So zeigen die Simulationen etwa, wie gefährlich lautes Sprechen sein kann. In Innenräumen können dadurch selbst dann Personen angesteckt werden, wenn diese sich mehr als zwei Meter entfernt befinden. In Räumen, in denen viel und laut gesprochen wird, etwa in Callcentern, ist die Wahrscheinlichkeit deshalb hoch, dass asymptomatische Virenträger andere Personen infizieren.

Trennwände stellen sich in den Simulationen als relativ ineffektiv heraus. Wenn es im Büro im Allgemeinen ruhig ist, und regelmäßig gelüftet wird, macht auch das Tragen von Masken keinen merkbaren Unterschied. Falls laute Gespräche im Büro notwendig sind, sollte man Personen auffordern, einen separaten Raum aufzusuchen, heißt es in einer PwC-Presseaussendung. Das könnte die Wahrscheinlichkeit, andere Personen zu infizieren, auf unter 1 Prozent senken.

Akzeptanz und Veränderung

"Der wesentliche Differenzierungsfaktor unseres Simulators liegt in der einfachen und klaren Darstellung, wie sich das Virus in der konkreten Alltagssituation verhält. Wer das verstanden hat, dem fällt es leichter, die richtigen Maßnahmen festzulegen und sich in der jeweiligen Situation richtig zu verhalten", kommentiert Gerald Dipplinger, Projektleiter und Partner bei PwC Österreich.

Ob Visualisierungen von COVID-19-Ansteckungsgefahren die Akzeptanz für bestimmte Maßnahmen erhöhen und Verhaltensänderungen bewirken können, wird am AIT untersucht.

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