© Wallenius Marine

Science
10/18/2020

Das ist das größte Segelschiff der Welt

Die Oceanbird ist 200 Meter lang und soll 7.000 Autos über den Atlantik transportieren.

Frachtschiffe gehören zu den größten Umweltsündern des Transportsektors. Der Grund dafür ist der genutzte Treibstoff: Schweröl. Beim Verbrennen werden große Mengen an Schwefeloxiden, Feinstaub, Stickoxiden und Ruß freigesetzt. Ruß gilt nach CO2 als zweitstärkster Klimatreiber.

Lösungsansätze dafür sind alternative Treibstoffe oder den Treibstoffverbrauch zu reduzieren. Das Projekt Oceanbird zielt darauf ab, den Treibstoff nahezu gänzlich obsolet zu machen.

Die Oceanbird wird vom schwedischen Unternehmen Wallenius Marine entwickelt. Dabei handelt es sich um einen Autotransporter, der den Atlantik überqueren soll – nicht mit Schweröl, sondern Windkraft.

Festsegel

Die Oceanbird hat 5 Segel, die jeweils 80 Meter hoch sind. Die Segel können sich um 360 Grad drehen, ohne sich zu berühren. Es sind feste Segel aus Stahl und Kompositwerkstoffen.

Um die beste Form für die Segel und den Rumpf der Oceanbird zu ermitteln, wurden Sensoren an Atlantik-Frachtschiffen angebracht, um Daten zu sammeln – in bis zu 200 Metern Höhe. Das war nötig, da sich der Wind in den Höhen anders verhält, als knapp über den Meeresspiegel.

200 Meter lang

Von der Wasserlinie bis zur Spitze des Segels ist die Oceanbird 105 Meter hoch. Die Segel können eingefahren werden, damit die Höhe nur noch 45 Meter beträgt. Das ist nötigt, um Brücken unterfahren zu können.

Das Schiff ist 200 Meter lang und 40 Meter breit. Es bietet Platz für 7.000 Autos. Mit voller Fracht soll sie den Atlantik in 12 Tagen überqueren können. Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist 10 Knoten, was in etwa 18,5 km/h entspricht.

90 Prozent weniger Emmissionen

Rein von diesen Daten kann die Oceanbird nicht mit regulären Fahrzeugfrachtschiffen mithalten. Die HERO-Klasse transportiert 8.000 Fahrzeuge in 7 Tagen über den Atlantik.

Dafür soll die Oceanbird aber 90 Prozent weniger CO2-Emmissionen haben, sowie weniger Feinstaub, Stickoxide und Ruß freisetzen. Ganz ohne Treibstoff geht es nicht. Für Navigationsmanöver und das An- und Abdocken in Häfen ist immer noch ein konventioneller Antrieb nötig.

Derzeit wird noch das Design der Oceanbird finalisiert. Das Unternehmen hofft, dass der Segelfrachter 2024 in See sticht.

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