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Forschung

Didgeridoospielen gegen Schnarchen: Ig-Nobelpreis vergeben

Die satirischen Preise küren Forschung, die zuerst zum Lachen, dann zum Nachdenken anregt. Wenige Wochen vor den „echten“ Nobelpreisen werden an der Harvard University in den USA die Ig-Nobelpreise verliehen - für kuriose Forschung, die trotzdem ernsthafte Erkenntnisse bringt. Einer der Preise geht am Donnerstagabend (Ortszeit) an Milo Puhan von der Universität Zürich. Das teilte die Hochschule am Donnerstag mit.

Spielen für Linderung

In einer Studie aus dem Jahr 2005 konnte Puhan gemeinsam mit Otto Brändli von der Zürcher Höhenklinik Wald nachweisen, dass regelmäßiges Didgeridoo-Spielen gegen krankhaftes Schnarchen hilft. Die Inspiration für die Studie lieferte Didgeridoo-Lehrer Alex Suarez, der sein eigenes Schnarchen und Schlafapnoe-Syndrom durch regelmäßiges Spielen des Instruments mildern konnte.

„Nachdem noch weitere Patienten eine positive Erfahrung machten und Herr Suarez uns wiederholt ermuntert hat, eine Studie zu machen, haben wir aus Neugier und mit einigem Mut diese Studie gemacht“, erklärte Puhan. „Es ist schön, für Neugier und Risiko honoriert zu werden - oft funktionieren Hypothesen in der Forschung ja auch nicht“, kommentiert er die Auszeichnung. Grund für den positiven Effekt des Blasinstruments sei das Training der Muskeln, die die oberen Atemwege offen halten, wie die Uni Zürich schrieb. Bei Schlafapnoe-Patienten sind diese schwächer ausgebildet.

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