Science
03.08.2016

Erstes privates Unternehmen darf auf dem Mond landen

Moon Express ist das erste Privatunternehmen, das von den USA die Erlaubnis bekommen hat, eine Mission außerhalb des Erdorbits durchzuführen.

Moon Express hat die Erlaubnis der US-Regierung und der US-Luftfahrtbehörde FAA erhalten, in den Weltraum zu starten und auf dem Mond zu landen. Damit ist es das erste Privatunternehmen, das außerhalb des Erdorbits eine Mission durchführen darf. Bisherige Missionen von Privatunternehmen, wie das Verbringen von Satelliten ins All oder Transportflüge zur ISS, wurden von der NASA überwacht.

Die Rechtslage für Flüge ins All und das Landen auf Himmelskörpern ist für Privatunternehmen schwierig. Laut dem Outer Space Treaty, den 104 Staaten unterschrieben haben, muss der Staat, aus dem das Raumschiff startet, die Mission genehmigen und kontinuierlich überwachen. Noch gibt es aber kein klares Regelwerk, wie das zu erfolgen hat und welche Behörde dafür zuständig ist.

Regeln

Damit Moon Express die Genehmigung erhält, haben sie sich freiwillig bereit erklärt, die Behörden mit zusätzlichen Informationen über die Mission, Ladung und was damit am Mond gemacht wird zu versorgen.

Zusätzlich will Moon Express die Regeln des Outer Space Treaty befolgen, nicht Raumschiffe anderer Nationen zu beschädigen und den Himmelskörper nicht zu kontaminieren. Dazu muss sich Moon Express lediglich von den Überresten der Apollo-Missionen fernhalten. Denn da es kein Leben am Mond gibt, besteht auch nicht die Gefahr, Bakterien in ein Ökosystem einzuschleppen.

Preisgeld

Moon Express will bis zum 31. Dezember 2017 auf dem Mond landen, um den Google Lunar X Wettbewerb zu gewinnen. Landen sie als erstes privates Unternehmen dort einen Rover, der auf der Oberfläche mindestens 500 Meter zurücklegt, gibt es 20 Millionen US-Dollar Preisgeld.

Das eigentliche Ziel des Unternehmens ist Rohstoffe am Mond abzubauen. Bis 2020 will Moon Express soweit sein, Material vom Mond zurück zur Erde bringen zu können.