Science
28.07.2016

Exoskelett für Babys gegen infantile Zerebralparese

Ein Exoskelett soll Säuglinge vor infantiler Zerebralparese bewahren, indem es ihnen hilft, sich normal fortzubewegen und so das Gehirn zu entwickeln.

Durch Infektionen und Verletzungen, die Schäden am Gehirn hinterlassen, kann bei Babys eine infantile Zerebralparese entstehen. Das ist eine Behinderung, bei der die Muskulatur und die Hirnareale, die für die Bewegung zuständig sind, nicht richtig entwickelt sind. US-Forscher haben ein Exoskelett für Babys entwickelt, das Kindern, die Gefahr laufen eine Zerebralparese zu entwickeln, hilft, sich normal fortzubewegen und der Fehlbildung so entgegenzuwirken, berichtet engadget. Die Therapie ist wirkungsvoll, wenn das Problem so früh wie möglich erkannt wird. Oft wird die Fehlbildung bei Kindern aber erst um den ersten Geburztstag erkannt. Die Wissenschaftler arbeiten jetzt an einer Möglichkeit, Kinder mit hohem Risiko schon im Alter von wenigen Monaten zu erkennen.

Kinder, die von einer Zerebralparese bedroht sind, haben ihre Körper nicht im selben Ausmaß wie gesunde Altersgenossen im Griff. Deshalb geben sie beispielsweise den Versuch, krabbeln zu lernen nach einigen Monaten auf, wodurch die motorischen Fähigkeiten nicht mehr weiterentwickelt werden. Der Apparat der Forscher soll die Bewegungen so weit erleichtern, dass betroffene Kinder sich normal entwickeln können. Bevor das Exoskelett marktreif ist, wird es aber noch dauern.