Science
18.01.2014

Forscher auf der Spur von Kugelblitzen

Nachdem chinesische Forscher zufällig einen Kugelblitz gefilmt und vermessen haben, wird eine alte Theorie plausibler.

Schon 2012 haben chinesische Wissenschaftler, die mit Kameras und Spektrometern unterwegs waren, zufällig einen Kugelblitz vor ihre Instrumente bekommen. Die Ergebnisse, die jetzt veröffentlicht werden, lassen vermuten, dass eine alte Theorie über die Entstehung der Kugelblitze zutreffend sein könnte, wie cnet berichtet.

Verdampfte Erde

Die chinesischen Forscher waren auf Tour, um Gewitter zu beobachten, als ein Kugelblitz mit fünf Meter Durchmesser direkt vor ihnen erschien. Die Leuchterscheinung war zwar nur 1,6 Sekunden lang zu sehen, das reichte aber für die Instrumente, um Messungen vorzunehmen. Demnach enthielt der Kugelblitz Silizium, Eisen und Kalzium, also Elemente, die auch im Erdboden vorkommen.

Das deutet darauf hin, dass die Theorie der Neseeländer James Denniss und John Abrahamson sich bestätigt. Die Forscher hatten 2000 postuliert, dass es sich bei Kugelblitzen um durch Blitzeinschläge verdampftes, heißes Erdreich handelt, das sich unter Lichtabgabe mit Luft vermischt. Ganz sicher sind sich die Forscher aber noch nicht.