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Science

Forscher: Coronavirus wird es im Sommer schwer haben

Wenn wir bald in der Sommerhitze schwitzen, gibt es zumindest einen Trost: Auch das Coronavirus mag keine hohen Temperaturen. Forscher aus Israel prophezeien dem Virus deshalb eine harte Zeit, berichtet Haaretz.

In einer Studie haben sie festgestellt, dass das Virus auf Oberflächen kürzer überlebt, wenn die Temperaturen höher sind. In Ländern mit warmen Sommern könnte man also auf großräumige Desinfektionsmaßnahmen verzichten, wie etwa das komplette Einsprühen von Parkbänken mit Desinfektionsmittel. Allerdings sollte man trotzdem nach wie vor regelmäßig die Hände waschen und Objekte reinigen die häufig berührt werden, wie Türklinken und Liftknöpfe.

Ausrottung eher unwahrscheinlich

Laut der Studie überlebt das Virus auf Plastik- und Metalloberflächen bis zu 4 Tage bei 22 Grad Celsius (Raumtemperatur). Bei 40 Grad Celsius sind es bis zu 3 Stunden, was etwa Plastik oder Metall in der Sommersonne schnell mal erreichen kann. Bei 60 Grad sind es nur noch 20 Minuten, bei 70 Grad ist das Virus innerhalb von 10 Minuten verschwunden.

Dass das Coronavirus deshalb im Sommer ausgerottet werden kann, ist eher unwahrscheinlich. Die Übertragung von Mensch zu Mensch per Tröpfcheninfektion ist auch bei hohen Temperaturen leicht möglich, wenn nicht Mindestabstand und Maskenpflicht eingehalten werden.

Klimaanlagen sind keine Virenschleudern

Immerhin können die Forscher beruhigen, was die Übertragung durch die Luft angeht. Die Studie habe gezeigt, dass das Virus relativ gut auf Plastik und Metall haftet. Geht man etwa an einer Parkbank vorbei, auf der zuvor eine infizierte Person gesessen hat, wird man sich nicht anstecken. Damit das Virus vom Gegenstand über die Luft auf eine andere Person übergeht, müsste man diesen stark schütteln – wie etwa eine Plastikflasche, aus der zuvor eine infizierte Person getrunken hat.

Aus diesem Grund sehen die Forscher auch kein signifikantes Risiko, dass Klimaanlagen das Virus verbreiten. Nachdem das Virus auf einer Oberfläche gelandet ist, kann es nicht von Klimaanlagen „eingesaugt“ und im ganzen Gebäude verteilt werden.

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